Kategorien
Babypflege im 1. Lebensjahr im 2. Lebensjahr nach Pikler Pikler-Fachleute schlaf Spielgruppe

Constanze Jehmlich

Mit meiner Arbeit im Spielraum möchte ich Eltern Zeit geben, Ihre Kinder in Ruhe zu beobachten. Sie können feststellen, womit sich die Kinder aus Eigeninitiative beschäftigen, ohne vom Erwachsenen dazu angeregt zu werden.

Es ist mir wichtig, dass die Kinder nicht miteinander verglichen werden, sondern dass der Blick der Eltern auch auf die anderen Kinder gelenkt wird.

In meinem Spielraum können sich Eltern mit Gleichgesinnten vernetzen.

Ich bin

  • Mutter von 4 Kindern
  • Physiotherapeutin
  • PIKLER Pädagogin i. Ausbildung

In meinem Spielraum finden Eltern Antworten auf Fragen zu folgenden Themen:

  • Bewegungsentwicklung des Kindes
  • Spielentwicklung des Kindes
  • Soziales Miteinander
  • Schlaf und Rhythmisierung des Tages
  • Pflegesituationen im Alltag mit dem Kind

Meine Spielraum Gruppen biete ich über die Familienbildungsstätte Asperg an. Sie unterscheiden sich nach Alter des Kindes bei Beginn des Kurses:

  • ab 4 Monate: Freitags 9:30-10:15 Uhr
  • ab 10 Monate: Donnerstags, 11:00-12:00
  • ab 18 Monate: Donnerstags, 9:15 -10:45

Nach der Corona-Pause starten die Kurse voraussichtlich wieder im Oktober 2020. Die Anmeldung geht direkt über die Familienbildungsstätte Asperg (dort nach Constanze Jehmlich suchen).

Interessierte können mich am besten über dieses Kontaktformular erreichen:

Constanze Jehmlich antwortet in der Regel innerhalb von 5 Werktagen
Kategorien
Neuer Beitrag

Wegbeschreibung: Abenteuer-Spielraum und Hengstenberg-Baustelle in Böblingen

Wegbeschreibung zum Abenteuer-Spielraum und der Hengstenberg-Baustelle in Böblingen, Herdweg 163, im Eurhythmiesaal der Waldorfschule Böblingen:

Hinter dem Schulhaus gibt es Parkplätze auf einer Schotterfläche (48°41’09.7″N 9°02’13.1″E), und weiter hinter dem Haus durch kommt Ihr am Musiksaal und an der Mensa vorbei zu einem gemauerten Hochbeet. Hier ist der Hintereingang, an dem ich Euch zu Beginn des Kurses abholen werde.

Wenn Ihr später kommt, betretet Ihr das Schulhaus durch den Haupteingang beim Sekretariat, folgt dem hufeisenförmigen Gang bis ihr nach rechts zu einem Treppenhaus abbiegen könnt. Am Fuß der Treppe stehen dann schon jede Menge Schuhe, und durch die Glas- und Holztür kommt ihr in den Abenteuer-Spielraum im Eurhythmiesaal.

Alle, die beim Herbstbasar der Waldorfschule schon mal da waren, kennen den Weg.

Kategorien
Freie Bewegungsentwicklung im 1. Lebensjahr Neuer Beitrag Selbständiges Spiel

Das Pikler-Podest

Mit dem Pikler-Podest kann Dein Kind erste Erfahrungen mit der Höhe einer Treppenstufe machen: von allen Seiten kann es das Podest besteigen, und auf allen Seiten kann es wieder herunter kriechen und krabbeln.

Von der Vorsicht des kleinen Kindes

In der Regel gehen Kinder vorsichtig mit Höhe um, wenn sie zunächst vom Boden kommend die Höhe selbst errungen haben. Die Erfahrung des Aufstiegs ermöglicht es ihnen, einzuschätzen, wie tief es wieder hinunter geht.

Wenn ein Kind das Podest erst im Alter des Sitzens kennen lernt, besteht die Möglichkeit, dass es sich zu nah an den Rand setzt, das Gleichgewicht verliert und rückwärts herunter fällt. Daher stellen wir die Kiste in unseren Spielgruppen grundsätzlich auf einen dämpfenden Teppich und die Spielraum Leiterin hat ein Auge auf Kinder, die zum ersten Mal auf der Kiste spielen. Im Zweifel fängt sie den Kopf des fallenden Kindes schützend in den Händen, um ihm den Aufprall zu ersparen. Der Sturz selbst ist Schreck genug!

Häufig steigt das gestürzte Kind kurz darauf wieder auf das Podest. Ob es herausfinden will, wie es zu dem Sturz kam?

Silas‘ Entdeckungen am Pikler-Podest

In der vergangenen Woche hatte Silas*, 11 Monate, das Pikler-Podest ganz für sich: zusammen mit Spielsachen, die sich hervorragend zum Klopfen, Schütteln, Baumeln- und Rollen-lassen eignen, hatten seine Eltern das Podest beim Familienspielraum ausgeliehen.

Von der Entdeckung der Höhe:

Silas entdeckte bald, dass er das Pikler-Podest von der Seite besteigen kann. Die Höhe entspricht einer Treppenstufe. Doch ist die Treppe mit einem Schutzgitter gesperrt. Hier am Pikler-Podest kann Silas üben, ohne dass wir um seine Sicherheit fürchten müssen. Auch wenn es – zugegeben – dramatisch aussieht, wenn er vorwärts von der Kiste zurück auf den Boden kriecht!

Vom kindlichen Bewusstsein vom Unsichtbaren:

Dabei muss man wissen, dass Kinder zunächst kein Bewusstsein für das haben, was hinter ihnen ist. Sie verlassen sich auf die Welt vor ihren Augen.

Wenn wir Silas auf dem Pikler-Podest umdrehen und ihm vorschlagen „Probier’s mal rückwärts“, hat er einen Konflikt zu lösen zwischen seinem eigenen Bedürfnis – sehen, wo es hingeht – und unseren Erwartungen.

Hinschauen und einschätzen lernen:

Schauen wir genau hin: wie vorsichtig streckt er den Arm zum Boden aus, wenn er oben bäuchlings auf dem Podest liegt! Stück für Stück schiebt er sich mit den Füßen vorwärts, näher zur Kante, tastet und schaut und spürt seinen Schwerpunkt und schätzt ein, ob er sich traut, selbst herunter zu krabbeln.

Wenn er sich noch nicht traut, wird er nach uns rufen, und wir können mit ihm über die Situation sprechen, ihn auf den Arm nehmen und von da aus wieder zu seinem Spiel am Boden lassen.

Vom Wechsel zwischen Großmotorik und Feinmotorik

Möglicherweise erholt er sich von diesem Abenteuer, in dem er mit den Rasselflaschen Geräusche erzeugt, ehe er wieder auf die Kiste krabbelt.

Vom Rutschen lernen

Vielleicht gerät er dieses Mal versehentlich auf die schiefe Ebene und spürt, wie die Schwerkraft ihn da hinunter zieht. Manch Kind erschrickt und weint ob dieser ungewohnten Situation! Doch schnell entdecken sie den Reiz des Rutschens und genießen es, dass sie selbst beeinflussen können, wie oft sie diesen Genuss erleben!

Silas rutscht inzwischen sehr gerne, meistens mit dem Kopf voraus auf dem Bauch, die Rampe hinunter.

Er versucht auch, vom Boden aus die Rampe hinauf zu kriechen. Wenn er dabei barfuss sein darf, hat er einen guten Halt mit den Zehen.

Manchmal rutscht er ab, und erlebt dann das Rutschen mit den Füßen voraus. So lange die Vorstellung von der Welt außerhalb des Blickfelds fehlt, könnte das eine ähnlich kitzelige Erfahrung sein wie für uns die Fahrt in der Geisterbahn…

Vom Spielraum für die Familie:

Silas‘ Mutter hatte sich gewünscht, dass er hier am Podest in Ruhe neue Erfahrungen machen kann und variationsreich mit den Dingen spielt. Sie vertraute ihm, dass er sich nicht leichtsinnig oder unaufmerksam an den Rand des Pikler-Podests begeben würde. So konnte sie seine Spielzeit nutzen und Dinge erledigen, die ihr neben seiner Betreuung wichtig waren.

Sie genoss diesen Spielraum mindestens so sehr wie ihr Sohn!

Spielraum auch für dich und dein Kind:

Nun ist das Podest wieder zurück im Familienspielraum, gereinigt und desinfiziert, und kann in der nächsten Familie zu mehr Spielraum beitragen. Bald auch bei Dir?

Hier findest du alle Informationen rund um den Verleih von Spielmaterial.