Kategorien
Neuer Beitrag

Wer trotzt hier?

Im Leben von Familien gibt es manchmal Situationen, wo sich einer auf den Boden wirft und jede Kooperation verweigert, worauf hin der andere entweder versucht, seinen Willen durchzusetzen oder aufgibt und sich abwendet.

Häufig sind es Kinder, die sich auf den Boden werfen und Erwachsene, Eltern, die sich durchsetzen oder abwenden:

Anna, 4 Jahre, soll sich umziehen und in 5 Minuten fertig sein, damit die Familie gemeinsam frühstücken kann und alle rechtzeitig aus dem Haus kommen. Stattdessen sitzt Anna friedlich auf dem Fußboden und spielt mit ihrem Kuschelhund. Ihre Mutter kommt ins Zimmer und ärgert sich, dass Anna ihre Aufgabe nicht erledigt hat. Sie macht Anna Vorwürfe: „Du weisst doch, dass wir es morgens immer eilig haben, trödel nicht, zieh dich schnell an!“ Mit diesen Worten zieht sie Annas Pyjama-Oberteil über ihren Kopf und will rasch auch die Hose ausziehen. Anna hält die Hose fest und schreit „Lass mich, selber!“ Woraufhin ihre Mutter entgegnet: „Du hattest lange genug Zeit, jetzt mach ich das, sonst wirst du ja nie fertig!“ Anna wirft sich auf den Boden, strampelt und weint heftig. Ihre Mutter hat nun die Wahl: entweder sie hält Anna fest und zieht sie gegen Annas Widerstand an oder sie verlässt das Zimmer und lässt Anna weinend alleine zurück. Beides passt nicht zu ihrer Vorstellung von harmonischem Familienleben. Innerlich gibt sie Anna die Schuld: „Warum kann sich dieses Kind nie pünktlich anziehen?!“

Ein fiktives Beispiel, jegliche Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist Zufall

Meistens wird die Situation mehr schlecht als recht gelöst und hinterher sind alle Beteiligten unglücklich:

  • Eltern sind unglücklich, weil sie mit ihrem Kind nie so autoritär und fast schon gewaltsam umgehen wollten
  • Kinder sind unglücklich, weil sie sich unverstanden fühlen und weil sie sich gezwungen fühlen, bei etwas mitzumachen, das sie in ihrem innersten ablehnen

Die Verantwortung liegt bei den Eltern

Die Verantwortung für die Qualität der Beziehung tragen die Erwachsenen, sagt Jesper Juul.

Nur wenn die Eltern ihr Verhalten in einer derartigen Situation ändern, kann eine neue, bessere Lösungfür alle Beteiligten gefunden werden.

Wie Eltern Gewohnheiten in der Familie ändern können

Zunächst müssen sich die Eltern bewusst werden, dass in diesen Situationen etwas geschieht, was nicht zu ihrer Vorstellung von gelingendem Familienleben passt. Der nächste Schritt erfordert die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu überdenken und zu verändern.

Dann erst ist es sinnvoll, sich die Trotz-Situationen der vergangenen Tage vor das innere Auge zu führen und dabei zu fragen:

  • Welche Erwartung hatte ich (an mein Kind)?
  • Welche Erwartung hatte vermutlich mein Kind?
  • Was hinderte mich daran, auf die Erwartungen meines Kindes einzugehen?

Auf die Erwartungen des Kindes eingehen

Wenn Eltern die Erwartung ihres Kindes übergehen, so hoffen manche insgeheim, dass ihr Kind bereitwillig seine eigenen Erwartungen hinter die der Eltern stellt. In vielen Situationen mag das auch so sein. Aber

  • ist das eine gute Vorbereitung auf das Leben, das unsere Kinder als Erwachsene führen werden? Wollen wir, dass sie zukünftig „immer wieder“ ihre Erwartungen anderen unterordnen?
  • Oder könnten wir es wagen, die Erwartungen des Kindes wenigstens anzuerkennen, auch wenn wir sie nicht erfüllen wollen?
  • Wird dann der Protest nicht umso größer?

Gefühle in Worte fassen

Kinder fühlen sich verstanden, wenn Eltern Worte finden für die Gefühle, die ihre Kinder zum Ausdruck bringen. Dazu ist es hilfreich, wenn Eltern vorübergehend die Perspektive des Kindes einnehmen:

  • Wie geht es Anna, wenn sie morgens nach dem Aufstehen mit ihrem Kuschelhund spielt?
  • Wie geht es ihr, wenn ich hereinplatze und sie mit Vorwürfen überschütte?
  • Wie geht es ihr, wenn ich sie rasch ausziehe?
  • Wenn ich einmal im Alter Hilfe bei Alltagsverrichtungen brauche, will ich so behandelt werden?

Wenn wir mit Worten die Gefühle beschreiben, die wir an unserem Kind wahrnehmen, gibt es keine Garantie, dass wir richtig liegen. Aber unser Kind erlebt: Mama versucht, mich zu verstehen. Papa meint, ich sei wütend, wenn ich so strample. Das kann dann ungefähr so klingen „Anna, du liegst auf dem Boden und strampelst und weinst. Mir scheint, du bist richtig sauer, weil ich dich rasch ausgezogen habe.“

Je früher wir Worte finden für die unangenehmen Gefühle unseres Kindes, desto weniger heftig muss es uns diese Gefühle zeigen. Je heftiger der Gefühlsausbruch ist, desto mehr Variationen des Verständnisses sind möglicherweise notwendig, bis das Kind sich verstanden fühlt.

Wut, Trauer, Zorn, Enttäuschung, Frust annehmen

Wenn wir Wut, Trauer, Zorn, Enttäuschung, Frust und ähnliche Gefühle beim Namen nennen, erlebt unser Kind, dass auch diese unangenehmen Gefühle ihren Platz im Leben haben. Sie dürfen sein. Nun muss es jedoch einen Weg finden, die Gefühle auszudrücken, ohne sich selbst, andere oder Gegenstände dabei zu gefährden.

Mit dem Hinweis „Ich erlaube dir nicht, nach mit zu treten“ kann ich einen Schritt zurück gehen und meine persönliche Grenze deutlich machen. Wenn ich sage: „Hier hast du ein festes Kissen, darauf kannst du treten“ zeige ich meinem Kind eine Möglichkeit, seinen Gefühlen Luft zu machen, die für alle Beteiligten erträglich ist.

Nun ist es bereit, die Liebe anzunehmen, die wir ihm zeigen wollen.

Eltern dürfen ihre Liebe in liebevollem Verhalten zeigen

Wenn wir sehen, dass Anna sich morgens nicht alleine anzieht, und davon ausgehen, dass es schneller geht, wenn wir sie beim Umziehen begleiten, dann lohnt es sich, diese Begleitung in den Tagesablauf einzuplanen. Vielleicht müssen wir das Wecken vorverlegen, oder selbst früher aufstehen. Möglicherweise können wir den Tisch schon am Vorabend decken und so Zeit für das gemeinsame Umziehen gewinnen.

Wichtig ist, dass wir diese Entscheidung in einem ruhigen Moment treffen, vielleicht wenn wir mit unserem Partner über den Tag sprechen und feststellen, dass schon wieder eine Situation entstand, in der wir nicht so friedlich mit unserem Kind zusammen sein konnten wie wir uns das wünschen.

Gut ist, wenn wir unser neues Verhalten ankündigen: „Morgen früh werde ich dich beim Umziehen begleiten“. Und dann tun wir das, liebevoll, zugewandt, in Ruhe und so freundlich, wie wir mit unserem Kind immer umgehen wollten.

Wenn Eltern der Kragen platzt

Wenn uns Eltern der Kragen platzt, wird die Situation für unsere Kinder emotional sehr bedrohlich: Unsere Beziehung ist für sie lebensnotwendig, und wenn wir sie im Zorn kündigen – und wenn auch nur für eine kurze Zeit – sind unsere Kinder existenziell gefährdet.

Können wir einen Ball in einen Korb werfen, anstatt unser Kind anzubrüllen?

Gelingt es uns, zu einem bereitliegenden Blatt Papier zu gehen, einen Stift zu nehmen und aufzuschreiben, worüber wir uns gerade so aufregen? „Das muss ich jetzt aufschreiben“ genügt als Erklärung für unser Kind.

Wenn wir schon am Schreiben sind, wäre es möglich, neben unsere Gefühle auch die vermuteten Gefühle unseres Kindes zu schreiben?

Dann könnten wir uns im nächsten Schritt wieder dem Kind zuwenden und fragen, ob wir richtig vermuten: „Du bist vermutlich überrascht, weil ich nicht wie sonst gebrüllt habe, sondern etwas aufgeschrieben habe. Ich möchte nicht mehr brüllen. Ich möchte mit Dir freundlich umgehen. Manchmal fällt mir das schwer, und das Aufschreiben hilft mir dabei.“

Und als nächstes können wir mit unserem Kind auf der sachlichen Ebene sprechen: „Es ist Zeit, dass Du angezogen zum Frühstück kommst. Soll ich Dir die Hose anziehen, oder möchtest Du das jetzt selbst machen?“

Es gibt Kinder, die beide Alternativen ablehnen. Hier können wir eine weitere Option anbieten: „Dann ist zuerst der Pullover dran. Entweder Hose oder Pullover, eines von beiden, und zwar jetzt. Entscheide dich.“

Kinder wollen mitwirken

Kinder wollen bei allem, was sie betrifft, mitwirken. Das beginnt schon sehr früh: Wenige Wochen nach der Geburt strecken sie ihren Arm, wenn wir ihnen ein Jäckchen überstreifen. Sie strecken ein Bein, wenn wir ihm seine Hose zeigen.

Je älter die Kinder werden, desto mehr wollen sie selbständig versuchen. Socken ausziehen! Anfangs muss ich ihm vielleicht noch bis über die Ferse helfen, bald kann mein Kind das ganz alleine.

Jacke zuknöpfen. Reißverschluss schließen. Schuhe zubinden. Einkaufen. Backen, kochen…. Die Reihe lässt sich fortsetzen bis die Kinder schließlich ihre eigene Krankenversicherung wählen.

Wir Eltern tun gut daran, Kindern den zeitlichen und realen Freiraum zu schaffen, damit sie sich darin üben können, mitzuwirken. Wir können unsere Liebe dadurch zeigen, dass wir aufmerksam dabei bleiben, wenn sich unser Kind bemüht, seine Jacke zu schließen. Wir dürfen uns mit unserem Kind freuen über alles, was nach vielem Probieren und Üben schließlich gelingt, und wir sind da, wenn es Trost braucht, weil etwas noch nicht klappt.

So kann ein friedliches, freudiges Zusammenleben in der Familie gelingen.

Wegweiser in der Trotzphase

Der Wegweiser Trotzphase vom Familienspielraum kann dich auf diesem Weg gut begleiten.

Elternstammtisch

Wenn du dich mit anderen Eltern und Pädagoginnen beraten möchtest und einen Strauß konkreter Handlungsalternativen suchst, komm doch zum nächsten Elternstammtisch.

Kategorien
Neuer Beitrag

Lockdown 11-2020

Der „kleine Lockdown“ führt in Baden-Württemberg zur Schließung der Krabbelgruppen und PEKiP-Kurse. Was bedeutet er für den Familienspielraum?

Nachstehend finden Spielraum Leiterinnen Antworten auf die häufigst gestellten Fragen in diesem Zusammenhang, zitiert nach der offiziellen Seite des Landes Baden-Württembergs und des Bundesfinanzministeriums.

Änderungen der Corona-Verordnung ab 2. November 2020

Mit der Verschärfung der Maßnahmen und der entsprechenden Anpassung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg reagiert die Landesregierung auf die aktuelle, besorgniserregende Entwicklung des Infektionsgeschehens in Baden-Württemberg. Der exponentielle Anstieg der Neuinfektionen, die schon jetzt hohe Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten im Land und der Umstand, dass eine umfassende Nachverfolgung von Infektionsketten nicht mehr gewährleistet werden kann, machen zusätzliche Maßnahmen zur flächendeckenden Reduzierung des Infektionsgeschehens und zur Abwehr einer akuten Gefahrenlage erforderlich.

Die Regelungen treten zum 2. November 2020 in Kraft und gelten befristet bis 30. November 2020.

Die Übersicht vom 5.11.2020 um 15:30h über die zu schließenden Geschäfte und Angebote für Bildung und Freizeit findest du hier

Nicht erlaubt sind Krabbelgruppen und Pekip-Kurse.

Müssen Spielplätze schließen?

Der Besuch und die Nutzung von öffentlichen Spielplätzen ist nicht verboten. Spielplätze werden von Seiten des Landes nicht geschlossen. Allerdings setzen wir auf die Vernunft und auf das Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen, die darauf achten müssen, den Abstand zu anderen Familien bestmöglich einzuhalten und den Abstand der Eltern untereinander einzuhalten und nicht im Pulk zusammenzustehen. Auch hier gilt, dass Ansammlungen mit mehr als zehn Personen und aus mehr als zwei Haushalten untersagt sind.

Dagegen sind Indoor-Spielplätze, Trampolinhallen und ähnliche Einrichtungen geschlossen.

Bolzplätze dürfen nur für den Freizeit- und Amateurindividualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts genutzt werden.

Sind Gruppentherapien und Selbsthilfegruppen erlaubt?

Gruppentherapien und Selbsthilfegruppen sind unter den Voraussetzungen unter § 10 der Corona-Verordnung weiter erlaubt.

Was ist mit Volkshochschulkursen?

Volkshochschulangebote und ähnliche Bildungsangebote sind zulässig. Sport-, Tanz- oder Yogakurse sind nicht erlaubt.

Bei Bildungsangeboten wie Volkshochschulen ist darauf zu achten, dass sich die Gruppen aus unterschiedlichen Räumen nicht auf Gängen, im Foyer oder Vorplätzen durchmischen. Bei den Veranstaltungen Infektionsschutz und die AHA+L-Regeln unbedingt einzuhalten.

Gibt es finanzielle Unterstützung für die betroffenen Betriebe?

Bund und Länder haben massive Hilfen für die betroffenen Betriebe beschlossen. Die von der temporären Schließung betroffenen Unternehmen, Betriebe und Selbständigen erhalten eine Nothilfe vom Bund, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Der Erstattungsbetrag soll bei Unternehmen bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pauschalisiert die Fixkosten abdecken und beträgt bis zu 75 Prozent der Umsätze des Vorjahresmonats. Mehr Informationen finden Sie beim Bundesfinanzministerium.

Der Bund wird zudem seine Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptsächlich betroffenen Branchen verbessern.

Welche Unternehmen sind antragsberechtigt?

Die Novemberhilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen erfasst sind (im Folgenden „Unternehmen“ genannt). Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels sind ebenfalls antragsberechtigt. Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehmen, die indirekt stark betroffen sind (siehe Antwort auf folgende Frage).

Wie hoch sind die gezahlten Zuschüsse?

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Zu den Ausnahmen von dieser Regel siehe unten.

Was ist mit Soloselbständigen, zum Beispiel Künstler, die im November 2019 keinen Umsatz hatten?

Soloselbständige haben ein Wahlrecht: sie können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Damit helfen wir auch Soloselbständigen, die im November 2019 keinen Umsatz hatten.

Können Unternehmen Umsätze, die sie trotz Schließung machen, behalten?

Wir wollen Unternehmen bei der Umstellung ihrer Geschäftsmodelle unterstützen. Viele Unternehmen zeigen in der Krise Ideenreichtum und Flexibilität. Zum Beispiel stellen Gaststätten und Restaurants auf Lieferdienste und Außerhausverkauf um. Wir wollen, dass sich diese Mühen auszahlen. Deshalb sollen Unternehmen die Umsätze, die sie trotz Schließungsanordnung im November erzielen, möglichst behalten.
Daher gilt grundsätzlich, dass Umsätze, die im November 2020 trotz der grundsätzlichen Schließung gemacht werden, bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im November 2019 nicht angerechnet werden. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichsumsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Wie werden die Novemberhilfen beantragt?

(…) Soloselbständige sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt antragsberechtigt sein, über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

Ab wann können die Novemberhilfen beantragt werden?

Derzeit erfolgt die nötige Programmierung des Antragsformulars durch den IT-Dienstleister des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Rechtliche Hinweise

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung, er dient lediglich der Orientierung.

Kategorien
Neuer Beitrag

Rad

Kategorien
Dialog auf Augenhöhe im 2. Lebensjahr im 3. Lebensjahr im 4. Lebensjahr im 5. Lebensjahr Kinderzimmer Neuer Beitrag Selbständiges Spiel Spielzeug

Alles meins!

Wenn wir ein Kind – nennen wir es Gustav – dabei beobachten, dass es sehr viele Spielsachen an einen sicheren Platz bringt, wundern wir uns vielleicht.Wenn ein anderes Kind – nennen wir es Hermine – etwas davon nehmen möchte, verteidigt Gustav diese Spielsachen. Er spielt jedoch nicht damit.Was steckt dahinter? Sehen wir bei Gustav erste Ansätze von Egoismus, denen wir erzieherisch begegnen müssen? Muss Gustav seine Spielsachen mit Hermine teilen? Ab welchem Alter können Kinder lernen, Dinge abwechselnd zu benutzen?Diesen Fragen gehen wir beim nächsten virtuellen Elternstammtisch nach. Hierzu treffen sich interessierte Eltern und Pädagog*innen am Montag, 9.11.2020 um 20 Uhr auf Zoom. Jetzt hier anmelden, der Link zur Konferenz wird per eMail verschickt.

Kategorien
Neuer Beitrag

Wickeln

Das Wickeln begleitet Eltern in den ersten 3 Lebensjahren ihres Kindes: 3 bis 5 mal täglich ist es notwendig, die Windel zu wechseln, manchmal sogar noch häufiger.

Da ist es sinnvoll, auf einen geeigneten Wickelplatz zu achten:

Er soll in der Größe zu den Eltern passen – Liegefläche auf Höhe der Taille des Wickelnden, damit der Rücken beim Wickeln gerade bleiben kann.

Er soll in der Größe zum Kind passen – 80cm breit, 50cm tief ist eine gute Grundfläche.

Er soll sicheres Wickeln ermöglichen, gerade wenn das Kind sich beim Wickeln bewegt, wenn es robbt, rollt, sich aufrichtet und zuletzt nur noch im Stehen gewickelt wird. Dazu dient ein umlaufendes Gitter oder die Platzierung an der Wand, zwischen Schränken oder Regalen, etc.

Für das Kind ist es eine große Freude, wenn es aus eigener Kraft den Wickelplatz erreichen kann. Dazu gibt es mobile Treppen oder Leitern, die den Eltern das Hochheben ihrer großen Kleinkinder ersparen.

Wickeltisch kaufen

Einen solchen Wickelplatz dieser Art kannst Du bestellen bei:

DIY Wickeltisch selber bauen

Du kannst ihn mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst bauen. Die Anleitung dazu findest Du im Heft „Vorbereitete Umgebung für Babys und Kleine Kinder“, zu beziehen im Pikler Shop und bei der Pikler Gesellschaft Berlin.

Vorbereitete Umgebung für Babys und kleine Kinder
https://shop.pikler.hu/de/spd/01-090-03/Vorbereitete-Umgebung-fur-Babys-und-kleine-Kinder

Wickeltisch gebraucht kaufen

Eltern, deren Kinder die Schließmuskelkontrolle erlangt haben und selbständig die Toilette benutzen, können ihren Pikler-Wickeltisch gerne über diese Seite an die nächste Familie weitergeben.

Aktuelle Angebote Gebrauchte Wickeltische:

Unsere Tochter ist mittlerweile 6 Jahre und ich habe noch ihren Wickeltisch, der Elemente von Piklers Ansatz aufnimmt, und suche einen guten Ort für den Wickeltisch-Kletterbau. Er ist von einem
Schreiner gebaut worden. Ich würde ihn gerne in gute Hände geben und
nehme nach Selbsteinschätzung auch gerne etwas dafür. Abzuholen mit einem Kombi, da nicht zerlegbar, in Sindelfingen- Mitte.

Bei Interesse bitte Kontakt über dieses Formular aufnehmen:

Kontakt zum Familienspielraum
Auf diesem Weg erreichst du uns zuverlässig.
Wir sind in der Regel zwischen 8 Uhr und 9 Uhr auch telefonisch erreichbar: 07034 647905

Hier geht es zurück ins Kinderzimmer vom Familienspielraum.

Kategorien
Neuer Beitrag

Babykleidung

Welche Kleidung brauche ich für mein Kind? Wie viele Teile sind sinnvoll? Welche Größe passt wann?

Viele Fragen, mit denen Schwangere in die Modegeschäfte gehen.

Tatsächlich ist es eine Herausforderung, Babykleidung zu kaufen die hübsch aussieht, leicht anzuziehen ist, gut waschbar und darüber hinaus noch sinnvoll fürs Kind.

Leicht anzuziehen sind Jacken und Binde-Bodies, Strampelhosen und Mützchen. Je enger die Ärmel und der Ausschnitt, desto größer die Schwierigkeiten beim Anziehen.

Gut waschbar sind Sachen aus Baumwolle, die häufig noch hübsch bedruckt auch Erwachsenen gefallen.

Sinnvoll fürs Kind sind Kleidungsstücke, die es dabei unterstützen, seine Körpertemperatur zu regulieren: Im Sommer schützt die Kleidung vor Sonne und Hitze, im Herbst und Winter schützt sie vor Auskühlung.

Dafür ist es wichtig, den Kopf zu bedecken. Ein Mützchen schützt die empfindliche Kopfhaut und stoppt den Wärmeverlust über den Kopf.

Zweiteilige Kleidung rutscht gerne auseinander. Anstatt den Bauch zu bedecken hängt der Pullover häufig in Brusthöhe, gerade wenn wir das Kind aufnehmen und tragen. Davor schützen Strampelhosen, Latzhosen und einteilige Spielanzüge.

Kleidung aus Wolle bzw. aus Wolle/Seide hält das Baby schön warm und trocken, da dieses Material einerseits Temperatur regulierende Eigenschaften hat, andererseits eine große Menge Feuchtigkeit aufnehmen kann. Auch für Erwachsene gibt es Sportshirts mit Wollanteil!

Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Bezugsquellen:

Kinderkleidung aus Wolle und Seide im Raum Stuttgart kaufen

In Herrenberg in der Tübinger Strasse findest du im Laden von Babys und Kids eine große Auswahl an Kinderkleidung: Unterwäsche, Hosen, Oberteile, bis hin zu Schlafsäcken. Auch Babyspielzeug und erstes Geschirr wird hier angeboten.

In Filderstadt veranstaltet Inge Heine von Stillen Hüllen Pflegen jeweils im Herbst und im Frühjahr einen Markt für neue Babysachen aus Wolle und Seide, mit Kaffee und Kuchen und Rahmenprogramm.

Onlineshops für Wolle und Seide Babykleidung

Hier kannst du Baby- und Kinderkleidung aus Wolle und Seide online bestellen:

Albmerino: Oberbekleidung von Flomax für Damen, Herren und Kinder

Assmus Unterwäsche und Bekleidung für Babys, Kinder und Erwachsene

Babys und Kids Onlineshop: Bekleidung, Schlafsäcke, Spielsachen, Kinderzimmerausttattung

Dilling: Wäsche aus Wolle und Seide für Babys, Kinder, Damen und Herren

Deerberg hat nur Damenbekleidung

Foster Natur: Vertrieb für Engel, Cosilana u.v.m.

Green Stories: Naturkleidung für Babys, Kinder und Erwachsene

Grüne Erde: Ausstattung fürs Kinderzimmer und Bekleidung

Hans Natur: Baby und Kinderkleidung aus Naturfasern

Hess Natur (Gr. 50 – 164 , Unterwäsche und Bekleidung, auch für Erwachsene)

Maas Natur: Unterwäsche und Oberbekleidung für Babys, Kinder, Damen und Herren

Primel Naturwaren: Ökologische Produkte für die ganze Familie

Waldorfshop: Kinderkleidung, Bastelideen, Schulbedarf und vieles mehr

Waschbär: Der Öko-Onlinehändler für Kleidung und alles andere

Wollbody Unterwäsche

Fabrikverkauf Wolle und Seide Bekleidung für Babys, Kinder und Erwachsene

Auf der Schwäbischen Alb gibt es Fabrikverkauf bei

Engel Natur in Pfullingen: Frühchen Wäsche, Mode aus Naturfasern für Babys, Kinder und Erwachsene – hier v.a. Wollfleece-Jacken

disana Erlebniswelt in Lichtenstein – Naturmode für Babys, Kinder und Erwachsene, die nicht laut ist

Cosilana Wäsche und Oberbekleidung für Babys, Kinder und Damen in Hechingen

Flomax Naturmode für Kinder und Erwachsene in Bad Urach und St. Johann

Es ist nicht einfach, die Öffnungszeiten unter einen Hut zu bringen. Daher lieber vorher im Internet stöbern, Öffnungszeiten kontrollieren, und dann zum Ausflug auf die Schwäbische Alb aufbrechen.

Hier geht es zurück ins Kinderzimmer vom Familienspielraum.

Kategorien
Neuer Beitrag

Geschützt: TZM

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anschauen zu können, bitte das Passwort eingeben:

Kategorien
Neuer Beitrag

Was tun bei Krankheit?

Einer in Deiner Familie ist krank oder hatte Kontakt zu Covid 19-Erkrankten in den vergangenen 14 Tagen?

Wenn es ein gewöhnlicher Schnupfen ist, und dein Kind trotzdem fröhlich spielen kann, seid Ihr im Spielraum herzlich willkommen.

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg informiert hier, wann Dein Kind zuhause bleiben muss (für Krippe, Kindergarten und Schule – das gilt für den Familienspielraum analog, siehe nach unter Zutritts- und Teilnahmeverbot bei unseren Hygienebestimmungen).

Wenn Du also deswegen einen Termin im Spielraum versäumst, informiere uns VORHER mit diesem Formular:

Bitte trage unter Vorname Dich und Dein Kind ein
Bitte gib deine E-Mail ein, sodass wir in Kontakt bleiben können.
Bitte gib Euren Kurs an
Eine Gutschrift des anteiligen Teilnahmebetrages erfolgt nicht, wenn andere Gründe Euch an der Teilnahme hindern.
Der Regelbetrag liegt bei 12 Euro pro Termin; Geschwister, die gleichzeitig einen Kurs im Spielraum besuchen, zahlen jeweils 9 Euro pro Termin, dh. Zwillinge für den selben - hier abgesagten - Termin

So können wir Dir am Ende des Kurses eine Gutschrift in Höhe des anteiligen Teilnahmebetrages ausstellen. Du oder eine andere Familie kann den Gutschein in den nächsten 3 Jahren einlösen.

Gute Besserung Dir und den Deinen!

Hoffentlich sehen wir uns nächste Woche im Spielraum wieder!

Kategorien
Neuer Beitrag

Geschützt: Nordsee

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anschauen zu können, bitte das Passwort eingeben:

Kategorien
Neuer Beitrag

Post-corona Situation in Familien

Der Lockdown ist überwunden, die Corona VO BW wurde bereits mehrfach gelockert, und im Alltag haben wir uns daran gewöhnt, mit MNS-Maske in die S-Bahn zu steigen und unseren Einkauf zu erledigen.

Ist das die neue Normalität?

Familien spüren die Pandemie auch in Ehningen noch deutlich. Der „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ bedeutet: Beim ersten Schnupfen muss das Kind zuhause bleiben, und auch seine Geschwisterkinder ohne Krankheitssymptome dürfen die gemeinschaftlichen Bildungseinrichtungen nicht besuchen.

Wörtlich steht in der CoronaVO-Kita vom 29.6.2020 „Ausgeschlossen von der Teilnahme (…) Kinder, (…) die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur oder Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen (…)“. Das KVJS u.a. hat hierzu verbindliche Orientierungshinweise gegeben, sowie einen Muster-Hygieneleitfaden: „Um ein Wiederaufflammen der Pandemie zu verhindern und zur Gewährleistung des Gesund-heitsschutzes in den Einrichtungen ist die Einhaltung von Hygienemaßnahmen gemäß den gemeinsamen Schutzhinweisen von KVJS, UKBW und LGA notwendig.“

Das leuchtet ein.

Aber wie viel Covid-19 haben die Kinder wirklich, die mit laufender Nase zuhause sitzen und ihre Spielkameraden vermissen?

Wer schon mal ein Kind in die Krippe oder den Kindergarten gegeben hat, der weiß, dass in den ersten Monaten ein Erkältungsinfekt auf den anderen folgt: die Nase läuft mal mehr, mal weniger, und bisher haben wir es alle für normal gehalten, kleinen Kindern immer wieder ein Taschentuch zu reichen.

Wie viele Kinder können unter diesen Bedingungen neu in die Bildungseinrichtungen für unsere Jüngsten aufgenommen werden?

Wie viel Zeit müssen Eltern weiterhin für die Betreuung ihrer Kinder zuhause einplanen, wie viele Arbeitgeber müssen hier Flexibilität zeigen?

Je mehr Kinder eine Familie hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den nächsten Wochen die Betreuung der Kinder selbst organisieren muss. Alle, die bereits im Lockdown seit März Homeoffice mit Kinderbetreuung unter einen Hut bringen mussten, wissen, wie schwer es ist, dem Kunden und den Kindern gleichzeitig gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund unterstützen die Pädagoginnen vom Familienspielraum das Netzwerk der Eltern, die sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung unterstützen können, sie gemeinsam im Garten spielen lassen, mit ihnen in den Wald gehen, wo sie über Stock und Stein weitab vom Gassi-Weg der übrigen Ehninger vielfältige Erfahrungen machen können und gut gelüftet abends müde in die Betten fallen.

Diese positiven Erlebnisse sind für das Immunsystem mindestens genau so wichtig wie die richtigen Tropfen und passende Kleidung.

Darüber hinaus machen die Pädagoginnen vom Familienspielraum während der Sommerferien Angebote für Familien mit Krippen- und Kindergartenkindern, damit auch sie bei ihren Ferien in Ehningen schöne Erlebnisse sammeln, die ihnen über die einsame Zeit der sozialen Quarantäne hinweg helfen können.

Alle Informationen zum Sommerangebot im Familienspielraum finden Sie hier.