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Geschützt: Nordsee

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Post-corona Situation in Familien

Der Lockdown ist überwunden, die Corona VO BW wurde bereits mehrfach gelockert, und im Alltag haben wir uns daran gewöhnt, mit MNS-Maske in die S-Bahn zu steigen und unseren Einkauf zu erledigen.

Ist das die neue Normalität?

Familien spüren die Pandemie auch in Ehningen noch deutlich. Der „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ bedeutet: Beim ersten Schnupfen muss das Kind zuhause bleiben, und auch seine Geschwisterkinder ohne Krankheitssymptome dürfen die gemeinschaftlichen Bildungseinrichtungen nicht besuchen.

Wörtlich steht in der CoronaVO-Kita vom 29.6.2020 „Ausgeschlossen von der Teilnahme (…) Kinder, (…) die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur oder Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen (…)“. Das KVJS u.a. hat hierzu verbindliche Orientierungshinweise gegeben, sowie einen Muster-Hygieneleitfaden: „Um ein Wiederaufflammen der Pandemie zu verhindern und zur Gewährleistung des Gesund-heitsschutzes in den Einrichtungen ist die Einhaltung von Hygienemaßnahmen gemäß den gemeinsamen Schutzhinweisen von KVJS, UKBW und LGA notwendig.“

Das leuchtet ein.

Aber wie viel Covid-19 haben die Kinder wirklich, die mit laufender Nase zuhause sitzen und ihre Spielkameraden vermissen?

Wer schon mal ein Kind in die Krippe oder den Kindergarten gegeben hat, der weiß, dass in den ersten Monaten ein Erkältungsinfekt auf den anderen folgt: die Nase läuft mal mehr, mal weniger, und bisher haben wir es alle für normal gehalten, kleinen Kindern immer wieder ein Taschentuch zu reichen.

Wie viele Kinder können unter diesen Bedingungen neu in die Bildungseinrichtungen für unsere Jüngsten aufgenommen werden?

Wie viel Zeit müssen Eltern weiterhin für die Betreuung ihrer Kinder zuhause einplanen, wie viele Arbeitgeber müssen hier Flexibilität zeigen?

Je mehr Kinder eine Familie hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den nächsten Wochen die Betreuung der Kinder selbst organisieren muss. Alle, die bereits im Lockdown seit März Homeoffice mit Kinderbetreuung unter einen Hut bringen mussten, wissen, wie schwer es ist, dem Kunden und den Kindern gleichzeitig gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund unterstützen die Pädagoginnen vom Familienspielraum das Netzwerk der Eltern, die sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung unterstützen können, sie gemeinsam im Garten spielen lassen, mit ihnen in den Wald gehen, wo sie über Stock und Stein weitab vom Gassi-Weg der übrigen Ehninger vielfältige Erfahrungen machen können und gut gelüftet abends müde in die Betten fallen.

Diese positiven Erlebnisse sind für das Immunsystem mindestens genau so wichtig wie die richtigen Tropfen und passende Kleidung.

Darüber hinaus machen die Pädagoginnen vom Familienspielraum während der Sommerferien Angebote für Familien mit Krippen- und Kindergartenkindern, damit auch sie bei ihren Ferien in Ehningen schöne Erlebnisse sammeln, die ihnen über die einsame Zeit der sozialen Quarantäne hinweg helfen können.

Alle Informationen zum Sommerangebot im Familienspielraum finden Sie hier.

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Spielraum im Garten

Spielen nach Herzens Lust ist die zentrale Aufgabe kleiner Kinder.

Eltern schaffen allein durch ihre aufmerksame Anwesenheit den sicheren Raum, in dem sich ihr Kind Neuem zuwenden, Vertrautes variieren und Herausforderndes meistern kann.

Im Spielraum im Garten laden neben den vorhandenen Spielgeräten weitere Stationen zum experimentieren ein, und Sie dürfen gespannt sein, was Ihr Kind hierbei für sich entdeckt.

Pädagoginnen der IG Spielraum begleiten Kinder da, wo es schwierig wird und stehen für Fragen rund um das Spiel und die Entwicklung des kleinen Kindes zur Verfügung.

Wer Wann Wo ist Spielraum im Garten?

An 7 einzelnen Tagen treffen sich zwischen 16 Uhr und 17:30 Uhr Eltern mit Kindern von ca. 2 bis 4 Jahren in einem Garten in 71139 Ehningen.

Die Tage sind einzeln buchbar, die Teilnahme kostet 5 Euro pro Nase.

Es gelten die Hygieneregeln vom Familienspielraum.

Bitte mitbringen:

  • Kleidung zum wechseln, falls wir mit Wasser spielen
  • Frisches Wasser zum Hände waschen
  • Etwas zu trinken und zu knabbern für den kleinen Hunger zwischendurch
  • Sitzunterlage / Gartenstuhl für sich als zuverlässigen Platz, wo Ihr Kind Sie wieder findet.

Schön ist es, wenn Ihr Kind barfuss spielen darf.

Bitte kommen Sie nach Möglichkeit zu Fuß.

Witterungsbedingte Absage durch den Veranstalter ist bis 1 Stunde vor Veranstaltung per eMail möglich.

Der Anmeldezeitraum ist beendet.

Es ist keine weiteren Anmeldung zu dieser Veranstaltung möglich. Bei Interesse an einer Wiederholungsveranstaltung setzen Sie sich gerne direkt mit der Kursleiterin vom Spielraum in Ehningen in Verbindung.

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einkaufen

Wenn wir für den Familienspielraum sinnvolle Sachen einkaufen, werden wir in der Regel hier fündig:

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Freizeiten

Die Sommerferien stehen vor der Tür, manch einer hat in den Corona-Wochen seinen Urlaub aufgebraucht, und die Kinder wissen nicht so recht, was mit sich in den Ferien anfangen.

EOS Feriencamps

Change! Feriencamp for Future für Menschen von 12 bis 15 Jahre vom 01.08. bis 08.08.2020 in Leiselsheim

Seit Generationen ist die westliche Welt dabei, ganz auf wirtschaftliches Wachstum, auf Profit und Konkurrenz zu setzen. Der Preis dafür war hoch: die natürlichen Grundlagen unseres Planeten drohen heute in absehbarer Zeit geplündert zu sein. Viele Menschen haben inzwischen diese Notsituation erkannt. Doch reicht dies? Bräuchte es nicht ein neues Bewusstsein, mehr Achtung vor der Umwelt, einen „großen Wandel“?

Stehe ein für eine klimafreundliche, nachhaltigere Welt um unsere Natur zu bewahren! Wir wollen bei camps for future lernen wie wir ganz praktisch viel gegen den Klimawandel tun können. Bei diesem Camp lernst du im Handumdrehen, wie du Naturkosmetik herstellen kannst; was Upcycling ist; wie man sich gut und umweltfreundlich ernährt; was ein ökologischer Fußabdruck ist; wie ökologische Kleidung sein kann; wie man mit weniger Plastik auskommt und 1001 weitere Tipps für ein Leben im Einklang mit der Natur.

Anmeldung zum Feriencamp Change! For Future direkt bei EOS

Excalibur: Feriencamp – Die Gemeinschaft der Tafelrunde für Menschen von 9 bis 12 Jahre vom 09.08. bis 16.08.2020 in Leiselsheim

Wir wollen uns aufmachen, um den Spuren von Artus und der Priesterin von Avalon zu folgen, um Merlin zu treffen und die berühmten Ritter der Tafelrunde. Dabei erfahren wir so mancherlei über die Helden des Mittelalters, über Zauberei, den Bau von Schwertern und Bogen, aber auch über Gauklerei und Zirkuskunststücke. Unser Können werden wir bei einem fürstlichen Turnier, einer bezaubernden Nachtwanderung, einer spannenden Rallye und beim „Krönungsabend“ unter Beweis stellen. Lass dich verzaubern!

Wir wollen uns aufmachen, um den Spuren von Artus und der Priesterin von Avalon zu folgen, um Merlin zu treffen und die berühmten Ritter der Tafelrunde. Dabei erfahren wir so mancherlei über die Helden des Mittelalters, über Zauberei, den Bau von Schwertern und Bogen, aber auch über Gauklerei und Zirkuskunststücke. Unser Können werden wir bei einem fürstlichen Turnier, einer bezaubernden Nachtwanderung, einer spannenden Rallye und beim „Krönungsabend“ unter Beweis stellen. Lass dich verzaubern!

In einer Zeit, in der die „Suche“ vor allem den materiellen Gütern gilt, werden Ideale eher als „Luxus“ angesehen. Wie hilfreich kann es dann sein, dem Heranwachsenden Werte zu geben, die jenseits des „Materiellen“ liegen. Aus der Gemeinschaft der Tafelrunde kann hier jeder Einzelne sein Vorbild entdecken und finden.

Anmeldung zum Feriencamp Excalibur – Gemeinschaft der Tafelrunde direkt bei EOS

Die Heide-Forscher: Zelt-Wochenende mit Eltern und Kindern aus Klasse 1 bis 5

vom 12.8. bis 14.8.2020 in der Nähe von Dachtel.

1.Tag: Anreise ab 9 Uhr, Einführung in die Forschung und das Gelände . Dabei sucht sich jeder Teilnehmer einen geeigneten Zeltplatz aus. Festes Schuhwerk ist erforderlich, da wir uns in einem sehr wilden Gelände befinden.

1-3.Tag: Für die Erkundung der Flora und Fauna darf eine Lupe nicht fehlen, wer möchte, darf auch Filmen und Fotogafieren.

Einen Trampelpfad werden wir zu einem „Weg“ bahnen, so dass wir durch die Sträucher zum Zeltgelände kommen. Dazu wird echtes Werkzeug benötigt: Säge, Astschere, Grasschere, Schnitzmesser, Arbeitshandschuhe, Helm….

Wir leben sehr einfach ohne Wasser und Strohm!

Bei zu grosser Sommerhitze gibt es abends, wie tags kaltes Vesper ansonsten natürlich Lagerfeuer. Nachtwanderungen, Tiere bei Nacht – wenn wir Glück haben. Taschenlampe nicht vergessen.

3. Tag. „open end“: Abbauen des Zeltplatzes bei Tageslicht. Gemütliches Ausklingen lassen und Austausch über das Erforschte.

Eigenes Zelt, Wasserkanister, Klopapier nicht vergessen.

Materialliste und Anfahrtsweg wird zugesendet.

Wenn unsere Kinder dann schlafend im Zelt liegen,treffen wir Erwachsene uns nochmals gerne am Lagerplatz.

Kosten 195 Euro, 1 Erwachsener und 1 Kind, weiteres Kind 45 Euro

Info und Anmeldung direkt bei Barbara Frank.

Freizeit mit Übernachtung in Oberried

Wer sich auf eine Woche Freizeit im Schwarzwald freuen kann, ist gut dran. Kukuk Kultur e.V. bietet in Oberried auf einem wunderschönen Gelände rund um einen alten Bauernhof 1 einwöchige Freizeiten an:

Detaillierte Informationen und Anmeldung direkt bei Miriam Lampe

Tagesfreizeit in Ehningen

Wer abends lieber daheim im eigenen Bett schläft, kann bei danzamol zur Theaterfreizeit kommen:

Die Anmeldung erfolgt über die Homepage des Vereins, der auch bei Rückfragen über das Kontaktformular erreichbar ist.

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Wegbeschreibung: Abenteuer-Spielraum und Hengstenberg-Baustelle in Böblingen

Wegbeschreibung zum Abenteuer-Spielraum und der Hengstenberg-Baustelle in Böblingen, Herdweg 163, im Eurhythmiesaal der Waldorfschule Böblingen:

Hinter dem Schulhaus gibt es Parkplätze auf einer Schotterfläche (48°41’09.7″N 9°02’13.1″E), und weiter hinter dem Haus durch kommt Ihr am Musiksaal und an der Mensa vorbei zu einem gemauerten Hochbeet. Hier ist der Hintereingang, an dem ich Euch zu Beginn des Kurses abholen werde.

Wenn Ihr später kommt, betretet Ihr das Schulhaus durch den Haupteingang beim Sekretariat, folgt dem hufeisenförmigen Gang bis ihr nach rechts zu einem Treppenhaus abbiegen könnt. Am Fuß der Treppe stehen dann schon jede Menge Schuhe, und durch die Glas- und Holztür kommt ihr in den Abenteuer-Spielraum im Eurhythmiesaal.

Alle, die beim Herbstbasar der Waldorfschule schon mal da waren, kennen den Weg.

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Teilnahmebeitrag BB

In jedem Kurs bekommt Ihr 10 Termine für 120 Euro.

Bei Krankheit oder Kontakt zu Covid-19-Erkrankten gibt es eine besondere Regelung in der Hygienevereinbarung.

Eine individuelle Pause während des Familienurlaubs sind nach vorheriger Vereinbarung möglich.

Familien, die mit mehreren Kindern gleichzeitig Spielgruppen vom Familienspielraum besuchen, zahlen einen reduzierten Teilnahmebeitrag.

Immer wieder gibt es Familien, die anonym einen Gutschein ab 12 Euro verschenken wollen, damit keine andere Familie aus finanziellen Gründen daheim bleiben muss. Bitte sprecht uns an!

Stärke-Gutschein einlösen:

Familien in engen finanziellen Verhältnissen können einen Zuschuss bis zu 100 Euro aus dem STÄRKE-Programm beantragen, da wir im SpielRaum die Themen frühkindliche Entwicklung in Spiel und Bewegung sowie Pflege (Babyaussttattung, Hygiene, Sicherheit, Bekleidung und Ernährung) praktisch, bedarfsorientiert und fachlich fundiert miteinander erarbeiten.

Die Einrichtung einer einer eigenen SpielGruppe von mindestens fünf Berechtigten ist ebenso möglich, wie die Teilnahme in einer der bestehenden Gruppen.

Stärke das Landesprogramm für Familien

Bitte bringe den ausgefüllten Antrag zum ersten Termin mit.

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Hygienevereinbarung

unter der COVID-19 Pandemie im Familienspielraum

in Ehningen, Holzgerlingen und Böblingen

  • zur Ermöglichung von altersgemäßen Spielkontakte und Entwicklungsanreize
  • bei gleichzeitiger Reduzierung des Ansteckungsrisikos
  • unter Anlehnung an die Muster-Hygieneregeln des PEKiP-Vereins und Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben

Der Pikler-pädagogischer Ansatz


In den Kurse im Familienspielraum entdecken Babys und Kleinkinder im freien Spiel die physikalischen Grundgesetze von Gleichgewicht und Schwerkraft, sie erkunden verschiedene Materialien und Formen und bringen sie miteinander in Zusammenhang. Gleichzeitig erleben sie sich als Mitglied einer Gemeinschaft, in der die Freiheit eines jeden da endet wo die des Nächsten beginnt. Die Spielraum Leiterin begleitet die Kinder in schwierigen Situationen respektvoll und altersgemäß. Dadurch erhalten Eltern Anregungen zur Entwicklung ihres individuellen Erziehungsstils, der die Interessen der Kinder gleichermaßen berücksichtigt wie die der Erwachsenen. Beim Elternabend haben sie die Möglichkeit, ihre offenen Fragen mit der Pädagogin zu klären.

Das Kind und seine Entwicklung im Mittelpunkt

Bei allen Kursen steht das Kind und seine selbstinitiierte Tätigkeit im Mittelpunkt. Der Austausch unter Eltern findet vor und nach den Kursen im privaten Rahmen statt.
Der Dialog zwischen Eltern und Spielraum Leiterin findet während des Kurses in kurzen Gesprächen sowie ausführlich im Rahmen eines monatlichen Elternabends ohne Kinder statt, der zukünftig als Videokonferenz ohne persönlichen Kontakt angeboten wird. Hier geht es
• um die von Eltern und Spielraum Leiterin beobachteten Erlebnisse der Kinder,
• um den daran erkennbaren Entwicklungsfortschritt und
• um die Frage „Was braucht das Kind von uns Erwachsenen für seinen nächsten Entwicklungsschritt“

Freie Bewegungsentwicklung und selbständiges Spiel

Material der Spielsachen, Holzfußboden

Im Familienspielraum bereitet die Spielraum Leiterin eine altersgerechte Umgebung mit Spielmaterial und Bewegungsmöbeln für die Kinder vor. Dazu verwendet sie Klettergeräte und Krabbeltunnel aus Holz, deren Oberfläche mit Öl oder Lack behandelt sind, und Spielmaterial aus Holz, Metall und Plastik.
Während der Gültigkeit der CoronaVO werden keine Spielsachen aus Stoff angeboten, und der Wollteppich wird aus dem Spielraum entfernt, da der darunter liegende Parkettboden leichter sauber zu halten ist.
Eine besondere Sturzsicherung ist aufgrund der geringen Fallhöhe für die verwendeten Klettergeräte auch in der Kita nicht erforderlich, so dass wir im Familienspielraum, wo die Eltern ihre Kinder stets im Blick haben, darauf verzichten können.

Bekleidung der Kinder

Bei ihrer Spieltätigkeit sind die Kinder vollständig bekleidet, jedoch nach Möglichkeit barfuss, um die Wahrnehmung zu verbessern und die Standfestigkeit zu erhöhen.
Sie tragen ggf. Stulpen aus Sockenwolle, die für eine warme Durchblutung der Füße sorgen und so Erkältungen vorbeugen sollen. Diese Stulpen können leicht selbst gestrickt oder im Spielraum erworben werden. Während der CoronaVO werden keine Stulpen leihweise ausgegeben.

Sachen abwechselnd in den Mund nehmen

Es entspricht der natürlichen Spielentwicklung, dass Kinder in den ersten Lebensmonaten Gegenstände mit allen Sinnen erkunden, und dazu die Spielsachen auch in den Mund stecken.
Das wird im Familienspielraum begünstigt durch interessante Strukturen, Formen und Materialien der Spielsachen. Es kommt gelegentlich vor, dass zwei Kinder einen Gegenstand abwechselnd in den Mund nehmen. Dies versucht die Spielraum Leiterin während der
Gültigkeit der CoronaVO zu vermeiden, indem sie möglichst gleichartige Spielsachen in Reichweite der Kinder bereit legt, und indem sie Spielsachen entfernt, die ein Kind in den Mund genommen hatte.

Eltern als Energietankstelle und liebevolle Beobachter

Eltern haben in den Kursen die wichtige Aufgabe, für ihr Kind da zu sein, wenn es sie braucht. Kinder können sich nur auf Basis einer guten Beziehung zum Erwachsenen spielend mit Neuem auseinandersetzen. Die Beziehung zur Spielraum Leiterin entsteht erst nach und nach. Daher ist es wichtig, dass entweder Vater oder Mutter (während der Pandemie nicht beide gleichzeitig) für das Kind im Spielraum ansprechbar ist: mit einem Blick, mit einer Geste, mit einem Laut
nimmt das Kind Kontakt zu seinen Eltern auf und erfährt durch das Verhalten der Eltern, dass die Situation zwar ungewohnt und neu aber doch hinreichend sicher ist, um weiter zu experimentieren. So ist das Verhalten der Eltern eher antwortend als auffordernd zu verstehen.
Eltern finden beobachtend heraus, wofür sich ihr Kind aktuell interessiert, und welchen Lernschritt es gerade bewältigt. Sie entdecken, welches Spielmaterial diesen Lernschritt ermöglicht oder unterstützt und können auf diese Weise auch zuhause für eine interessante
Spielumgebung sorgen.
Bei Fragen zur Entwicklung und zur Beziehungsgestaltung in Erziehungssituationen steht ihnen die Spielraum Leiterin zur Verfügung. Die bisherigen Tür- und Angelgespräche sowie der Austausch während der Spielzeit der Kinder wird während der Gültigkeit der CoronaVO
auf ein Minimum reduziert und im Wesentlichen bei den Elternabenden stattfinden.

Spielraum Leiterin als Begleitung in schwierigen Situationen

Damit alle Kinder im Familienspielraum ihren Interessen folgen können, endet die Freiheit eines jeden dort, wo die des Nächsten beginnt. Die Spielraum Leiterin sorgt dafür, dass in schwierigen Situationen die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden und begleitet sie dabei, möglichst selbständig eine gute Lösung zu finden.
Darüber hinaus ist die Spielraum Leiterin dafür verantwortlich, dass den Kindern geeignetes Spielmaterial in ausreichender Menge zur Verfügung steht, und ordnet dieses einladend für die Kinder an.
Bei ihren Experimenten mit Gleichgewicht und Schwerkraft begleitet sie die Kinder mit Blicken, Gesten und Worten und stellt passend zum jeweiligen Entwicklungsschritt der Kinder niedriegere oder höhere Bewegungsmöbel zur Verfügung.
Sie dient in ihrem Verhalten den Eltern als Role Model, und erläutert den pädagogischen Hintergrund dazu im Rahmen des Elternabends, sofern Eltern danach fragen.

Teilnahmevoraussetzung: eigene Gesundheit

Die Eltern und Kinder dürfen nur gesund am Kurs teilnehmen. Wer Anzeichen von Infekten hat (insbesondere Anzeichen von Erkrankung der oberen Atemwege oder Fieber) oder in den vorangegangenen 14 Tagen Kontakt zu an Covid-19 erkrankten Personen hatte, darf NICHT am Kurs teilnehmen.

Krankheit und Teilnahmebeitrag

Um das Zuhausebleiben bei Krankheitsanzeichen zu unterstützen, vereinbaren die Teilnehmer und die Spielraum Leiterin miteinander:

  • Bei Krankheit in einer Familie bzw. Quarantäne wegen vorangegangenem Kontakt können die Teilnehmer versäumte Termine innerhalb von 3 Jahren nachholen. Sie erhalten einen entsprechenden Gutschein am Ende des Kurses. Voraussetzung ist, dass sie sich vor der jeweiligen Kursstunde mit Bezug auf die Erkrankung per E-Mail an heidi.pussel@familienspielraum.de abmelden.
  • Bei Krankheit oder Quarantäne der Spielraum Leiterin wird der Termin abgesagt ohne eine Erstattung des bezahlten Teilnahmebeitrags oder Nachhol-Möglichkeit. Voraussetzung ist eine Absage des Termins vor der jeweiligen Kursstunde mit Bezug auf die Erkrankung per E-Mail an die bei Anmeldung angegebene Email Adresse.
  • Falls beide Ereignisse auf den selben Termin fallen, erhalten nur die Teilnehmer einen Gutschein, deren Abmeldung vor der Absage des Termins vorlag.

Organisatorische Rahmenbedingungen

Zur Erhaltung der Gesundheit und zum Stopp der Ausbreitung haben die Abstandsregel und eine gründliche Reinigung der Hände oberste Priorität.

Verantwortlichkeit

Die Spielraum Leiterin ist Ansprechpartnerin für die Behörden. Für das Einhalten der Hygieneregeln sind alle Teilnehmer gemeinsam verantwortlich.

Anwesenheitsliste

Alle Anwesenden unterschreiben auf der Teilnehmerliste. Für eventuelle amtliche Nachfragen werden darüber hinaus Persönliche Daten wie Name, Wohnanschrift und Telefonnummer bis 4 Wochen nach dem letzten Kurstermin gespeichert.

Hygiene-Verhalten

Die Hand-, Nies-und Husthygiene ist einzuhalten.

Mindestabstand unter Erwachsenen

Der Abstand von mindestens 1,50m zwischen den Erwachsenen ist stets einzuhalten: vor dem Familienspielraum, in Garderobe und Treppenhaus und im Spielraum selbst.

Feste Sitzplätze für Eltern

Jeder Kurs findet in einer festen Gruppe statt. In den Gruppen bis 24 Monaten sind maximal 8 Eltern und 8 Kindern, in den Gruppen ab 2 Jahren sind es maximal 10 Eltern und 10 Kinder und bis zu 2 Spielraumleiterinnen. Die Eltern haben feste Sitzplätze im Spielraum, die Kinder bewegen sich frei im Spielraum.
Der Abstand unter den Eltern beträgt von Nase zu Nase mindestens 1,5 Meter.

Dieser Sitzplan gilt im Spielraum in der Goethestrasse:

Die Sitzpläne für Holzgerlingen und Böblingen werden in Kürze hier veröffentlicht.

Persönliche Sitzunterlagen

Die Eltern bringen eine eigene Unterlage (mind. 50x50cm), z.B. Decke mit, die sie über ihr Sitzkissen im Spielraum breiten.

Feste Standorte für Bewegungsgeräte

Die Bewegungsgeräte im Abenteuer-Spielraum und in der Hengstenberg-Baustelle werden an festen Standorten aufgestellt, die am Boden markiert werden und zueinander einen Abstand von 1,5m einhalten.

Hände waschen bei Ankunft

Alle Teilnehmer waschen vor Kursbeginn ihre Hände. Die Eltern waschen die Hände ihres Kindes und gehen dabei auf die kindlichen Bedürfnisse und Interessen ein. Wenn ein ausreichend gutes Vertrauensverhältnis besteht, kann das Kind auch mit der Spielraum Leiterin seine Hände waschen. Hierbei wird zum einen auf eine gründliche Reinigung geachtet, aber auch auf sparsamer Umgang mit Ressourcen durch die perfekte Papierhandtuch-Technik nach Joe
Smith
. Kinder ab 2 Jahre benutzen hierzu das Waschbecken im Bad. Jede Familien mit jüngeren Kinder erhält stattdessen im Spielraum eine Schüssel mit handwarmem Wasser, einen Seifenspender und Einmal-Papier-Handtücher zur Verfügung. Die Schüsseln und Seifenspender werden nach dem Kurs von der Spielraum Leiterin gereinigt.

Alltagsmaske / Mund-Nasen-Schutz

Der Paritätische Gesamtverbandes schreibt in seinen Richtlinien für Erzieherinnen “Das Tragen von Masken in der pädagogischen Arbeit mit Kindern unter drei Jahren schließen wir aus.”
Die Empfehlung für Kitas lautet „Bei der Abwägung, wann Masken getragen werden sollten, ist es empfehlenswert neben den Aspekten des Gesundheitsschutzes auch die frühkindliche Förderung und die Bedeutung der non-verbalen Kommunikation mit einzubeziehen.“
Der Berufsverband Kinder und Jugendärzte empfhielt, wie auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder-und Jugendmedizin (DGKJ) e.V., das regelmäßige Tragen einer Maske frühestens ab 6 Jahren bzw. im Schulalter zu erwägen, wobei beachtet werden muss, dass dies keinen
Zwang darstellen darf, gerade bei jüngeren Schulkindern unter 10 Jahren.

Dementsprechend tragen Erwachsene im Familienspielraum in allen erforderlichen Situationen nach individueller Einschätzung eine Alltagsmaske, um die Verbreitung ihrer Keime auf die anderen Anwesenden zu reduzieren.

In Holzgerlingen ist es nach Maßgabe des Hauses erforderlich, im Treppenhaus MNS zu tragen und als geschlossene Gruppe zu kommen und zu gehen.

Kinder tragen entsprechend dieser Empfehlung grundsätzlich keine Alltagsmaske.

Be- und Entlüftung des Raumes

Der Spielraum in der Goethestr. 16 wird durch die kontrollierte Be- und Entlüftung im Passivhaus laufend mit frischer Luft versorgt. Die Abluft wird ins Freie abgeführt, entsprechend den Richtlinien in Ziffer 4.2.3 des Hygieneleitfaden für die Kindertagesbetreuung. Auf Stufe II wird die gesamte Raumluft innerhalb von 60 Minuten einmal ausgetauscht. Zusätzlich findet in allen Kursräumen eine 5-Min-Stoßlüftung zwischen
den Kursen statt.

Reinigung der Spielmaterialien und des Raumes

Die für den Kurs notwendigen Spielmaterialien und Bewegungsgeräte werden am Ende des Kurses, im Abenteuer-Spielraum und in der Hengstenberg-Baustelle die Geräte nach jedem Gebrauch von Teilnehmern und Kursleitung mit tensidhaltigem Seifenwasser gründlich gereinigt. Der Fussboden sowie die Sanitären Anlagen werden kurstäglich gereinigt.

Desinfektion der Kontaktflächen

Die Kontaktflächen wie Türklinken, Treppengeländer und Wickeltisch werden täglich von der Spielraum Leiterin mit tensidhaltigem Seifenwasser gereinigt und mit dem Flächendesinfektionsmittel von Sonett bzw. vom Haus desinfiziert. Dabei dürfen die Kinder nicht in Kontakt mit dem Desinfektionsmittel kommen.

Veröffentlichung der Hygieneregeln


Die Hygieneregeln für den Familienspielraum

  • werden auf der Homepage veröffentlicht
  • werden im Kursraum aufgehängt
  • sind wesentlicher Bestandteil bei der Anmeldung zum Kurs

Juristische Grundlage der Hygieneregeln für den Familienspielraum:

Wir erwarten mit großem Interesse die Ergebnisse der Corona-Kinderstudien der Uni Tübingen und Heidelberg!

Die vorläufigen Ergebnisse der Corona-Kinderstudie am Klinikum der Uni Heidelberg wurden hier am 16.6.2020 veröffentlicht!

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Eine Vision für Kinder

Ich denke, dass es heute sehr wichtig ist eine Vision zu entwickeln, denn dann bewegt man sich auf etwas zu, anstatt sich nur mit dem zu beschäftigen was einem nicht gefällt. Bei einem Interview mit Daniele Ganser sagte er, dass wir immer wieder das, an was wir wirklich glauben visualisieren sollen, denn dann kann es Gestalt annehmen.


Ich glaube an eine Welt, in der unsere Kinder respekt- und friedvoll mit allem Fremden umgehen, in der sie ihre Individualität und Kreativität selbstbestimmt und verantwortungsbewusst gestalten und leben können und in der sie tief verbunden mit der Natur die Sinnhaftigkeit ihres Lebens erleben können.


Ich glaube an eine Welt in der sich unsere Kinder mit Krankheit und Tod
auseinandersetzen dürfen und diese als sinnhaften Teil unseres Lebens gesehen werden und nicht nur bekämpft und eliminiert werden müssen.
Ich glaube, dass wir in tiefer Liebe und Verbundenheit zu allen Lebewesen auf dieser Erde leben können und aus dieser Liebe heraus einen Weg finden das Leben auf diesem Planeten zu schützen.


Wie kann ich nun helfen diese Vision zu realisieren? Ich muss beobachten und liebevoll wahrnehmen in welcher Form sich ganz kleine Kinder in ihre Umgebung stellen. Wie sie diese wahrnehmen und begreifen lernen. Diese Sicht liegt mir natürlich berufsbedingt nah.
Täglich erlebe ich wie das kleine Kind mit einer unerschütterlichen Ausdauer lernen möchte. Es hört nicht auf zu üben bis es den neuen Entwicklungsschritt, mit all seinen Varianten, erlernt hat. Kann es etwas noch nicht, so wird es immer wieder darauf zurückkommen und es von neuem probieren. Das gilt nicht nur für das Erlernen von Fertigkeiten, wie das Sprechen und Gehen, sondern auch für die Fähigkeit Dinge zu erkennen und zu verstehen, was ihre Funktion ist. Es wird einen
Gegenstand auf das Genaueste betrachten, betasten, erschmecken. Dann wird es schauen was man mit ihm alles tun kann. Kann man ihn fallen lassen? Wie fällt er? Rollt er oder nicht? Kann man etwas in ihn hinein tun oder nicht? Es gibt unendliche Fragen an den Gegenstand, die erst beantwortet werden müssen, bevor das Kind den Gegenstand wirklich „begriffen“ hat.


Wir sehen, dass das Kind ganz frei von Wertung ist. Es untersucht den Gegenstand und entscheidet erst, wenn er ihn verstanden hat, ob er ihn interessant oder uninteressant findet. D.h. zu Beginn ist da eine große Offenheit dem Fremden gegenüber. Es wird nicht einfach abgelehnt, weil man es nicht kennt, sondern das Fremde macht es erst so richtig interessant. Kann sich das Kind diese Neugier bewahren, so wird es auch später mit Interesse auf das Fremde zugehen.


Nun können wir Erwachsene, um das Kind, diesen Prozess des Begreifens der Welt unterstützend begleiten, oder aber auch erschweren, oder sogar verhindern.
Damit das Kind wirklich alles begreifen kann, muss es vor allem in Ruhe gelassen werden. Es braucht keine unnatürliche Anregung von Außen, denn meist bietet die Umgebung genug Dinge zum erkunden. Der Erwachsene sollte lediglich wachsam anwesend sein, um bei wirklicher Gefahr einschreiten zu können und aber vor allem,
um das Kind zu SEHEN.


Nimmt ein Kind Erde oder auch einen Stein in den Mund, so muss man nicht panisch reagieren. Es empfiehlt sich das Kind zu beobachten wie geschickt es mit dieser Sinneserfahrung umgeht. Sollte der Stein zu klein sein und es besteht die Gefahr, das er verschluckt werden kann, so kann man dem Kind einen größeren Stein anbieten. Diesen kann es dann ohne Gefahr erschmecken und ertasten.

Der Erwachsene nimmt also eine vertrauensvolle, abwartende und beobachtende Rolle ein und unterbricht den Forscher im Kind nur bei wirklicher Gefahr. So erlebt das Kind den Erwachsenen, als liebevolle Unterstützung und nicht als jemand der mit übertriebener Sorge reagiert.
Wenn man sich so dem Kind gegenüber verhält, wird man beobachten können wie groß die Erfahrungsmöglichkeiten nur eines Gegenstandes sind. Auch wird man beobachten, dass jedes Kind eine ganz eigene Herangehensweise hat. Es gibt also niemals nur einen Weg um diese Welt zu begreifen, sondern unendlich viele. Jedes Kind lernt auf seine ganz eigene Art und Weise Laufen und Sprechen. Man würde
das Kind in seiner Entwicklung extrem behindern, wenn man ihn an seinem ganz eigenen Weg hindern würde, weil man meint ein anderer wäre besser. Erlebt das Kind, dass es seinen ganz individuellen Weg gehen darf, so wird es sich auch später in seiner Individualität stark und selbstbewusst äußern können.


Erstaunlicherweise kann man beim Kind etwas sehr schönes beobachten: Wenn es etwas lernen möchte, dann gibt es nicht auf, auch wenn es nicht sofort klappt. Es wird versuchen immer geschickter zu werden, bis es dann endlich die Fähigkeit besitzt, z.B. auf einen Stuhl zu klettern. Diese Fähigkeit, immer besser werden zu wollen, kann natürlich durch einen übervorsichtigen Erwachsenen unterdrückt
werden. Hilft man andererseits dem Kind bei seinem Lernprozess, indem man es auf den Stuhl hochhebt, so nimmt man ihm die Möglichkeit aus eigener Kraft heraus diese Erfahrung gemeistert zu haben. Das Kind lernt, dass es nur mit Hilfe weiterkommt. Je öfter es diese Erfahrung macht, desto öfter wird es diese Hilfe auch erwarten. Möchten wir aber gerne Jugendliche und Erwachsene erleben, die fähig
sind ihr Leben eigenständig und eigenverantwortlich zu meistern, so sollten wir die Kinder immer wieder ermutigen weiter zu üben und sollten ihnen nicht zu schnell zur Hand gehen nur weil wir zu ungeduldig sind.


Für uns Erwachsene bedeutet das, dass wir unsere eigenen Ängste kennen sollten, damit wir diese nicht auf unsere Kinder übertragen. Und wir müssen wirklich beobachten, was das Kind tut und wie es etwas tut. Wenn wir dem Kind auch nach einem Sturz immer wieder zutrauen, dass es weiter üben darf, damit es noch geschickter wird und irgendwann die Hürde schafft, so werden die Kinder eine hohe
Selbstwirksamkeit erleben. Das wiederum stärkt das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein das Leben meistern zu können.


Hier wird außerdem von Seiten des Erwachsenen ein starkes Vertrauen in die Fähigkeiten des Kindes aufgebaut. Dieses Vertrauen ist unglaublich wichtig, damit wir das Kind, den Jugendlichen später seine Erfahrungen machen lassen können, ohne ihn andauernd überwachen zu müssen.Dieses Vertrauen unsererseits führt andererseits auch dazu, dass Kinder und Jugendliche uns und der Welt vertrauen und damit ebenfalls einen vertrauensvollen Umgang mit dem Leben pflegen werden.
Alles Lernen im Kindesalter, hängt also elementar mit dem echten und sinnhaften Erfahren der Welt zusammen. Meiner Überzeugung nach sollte daher der Computer absolut keinen Platz im Kindergarten und auch in der Grundschule haben. Die Kinder müssen mit der realen Welt in Berührung kommen. Später ist dann auch der Umgang mit den Medien wichtig, aber eben erst viel später.


In den vergangenen Wochen haben wir alle gemerkt, wie wichtig der Lehrer für das Lernen des Kindes ist. Lasst uns wachsam und stark sein, dass uns nicht weiß gemacht wird, Medien in der Schule könnten Lehrkräfte ersetzen. Kinder brauchen zum Lernen emotionale Beziehung! Und ja ich weiß, da kann auch der Lehrer manchmal sehr hinderlich sein. Dann nämlich wenn das Kind zu diesem keine
positive Beziehung aufbauen kann.


Wir haben in den vergangenen Wochen auch gemerkt, was passiert wenn eine Gesellschaft auf eine Krankheit nur einen Antwort kennt, nämlich die der absoluten Bekämpfung und Ausrottung. Wir haben aber auch gespürt, dass dadurch all das was das Leben lebenswert macht, nämlich Nähe, Beziehungen, reale gefühlte Erfahrungen, Neugier, Kreativität und auch Schmerz und die Begleitung im Tod,
verbannt werden müssen.


Ich werde weiter meine Vision von einer Welt leben, in der wir unsere Erde schützen damit unsere Kinder noch lange wirkliche Erfahrungen sammeln können und in der MENSCHLICHKEIT UND LIEBE allen Entscheidungen zugrunde liegt.

Dafür lohnt es sich friedvoll und kraftvoll aufzustehen!

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Was Kinder brauchen

Kinder sind unsere Zukunft

Damit sie in der Welt von morgen ein gelingendes Leben führen, in dem sie selbst Verantwortung übernehmen, brauchen Kinder ein Umfeld in dem sie ihre Potentiale bestmöglich entfalten können.

Für ein gutes Zusammenleben ist es wichtig, dass sie einen guten Weg finden, mit Frustration umzugehen und dass sie erkennen, wo die Freiheit des Nächsten beginnt und ihre eigene aufhört.

Für ihre eigene Zufriedenheit ist es wichtig, dass sie die Freude am Lernen entdecken und kultivieren und dass sie ihre Kreativität als zuverlässige Kraft kennen lernen.

Was Kinder für ihre Entwicklung brauchen

Wir Eltern, wir Erwachsene, müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder rechtzeitig das bekommen, was sie für diese Entwicklung brauchen:

  1. Kinder brauchen Zuwendung
  2. Kinder brauchen Bildung
  3. Kinder brauchen Rhythmus
  4. Kinder brauchen Schutz
  5. Kinder brauchen Freunde

Jeder von uns kann dazu beitragen, diese 5 Bedürfnisse zu erfüllen!

Kinder brauchen Zuwendung

  • Sie brauchen Erwachsene, die sie als wertvolle Partner in der Erziehung ernst nehmen und mit ihnen den Dialog auf Augenhöhe führen.
  • Aufmerksame Zuhörer, die unterscheiden können zwischen den Wünschen der Kinder und ihren Bedürfnissen.
  • Fürsorgliche Erwachsene, die sich für ihre Entwicklung interessieren und bereit sind, hierfür den notwendigen geeigneten Spielraum zu schaffen

Diese Zuwendung brauchen Kinder von ihren Eltern und Verwandten, von Erziehenden in Kindergarten, Schule, Kirche, im Sport- und im Musikverein – und selbstverständlich auch vom Bäcker, vom Metzger und von den Mitarbeitern an der Supermarktkasse.

Kinder brauchen Bildung,

das ist schulische Bildung

Schulische Bildung ist die Grundlage für das Verständnis unserer Welt.

Vielen Menschen ist es jedoch nicht bewusst, dass auch außerschulisches Lernen für die Bildung der Kinder wichtig ist:

und soziale Bildung

Damit Kinder wertvolle Mitglieder unserer Gemeinschaft werden, ist auche eine soziale Bildung wichtig: schon Kleinkinder können lernen, Konflikte so zu lösen, dass alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sind!

Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar könnte schon so gut mit Konflikten umgehen …

und selbstmotivierte Bildung

Damit Kinder Freude am Lernen entwickeln und in ihre Kreativität kommen, sind Freiräume für Bildung nach ihren Interessen wichtig.

Diese Art der Bildung beginnt mit dem selbständigen, ungestörten Spiel des kleinen Kindes: Im Familienspielraum haben dabei schon Babys erste Erfolgserlebnisse, die sie motivieren, weiter zu lernen.

Das experimentierende Spielen wächst mit den Kindern: über Bauten im Sandkasten bis hin zu selbst geschriebenen Computerprogramm.

  • Aber wo sind die Spielräume für Kindergartenkinder, für Grundschulkinder, für Jugendliche?
  • Wo sind die Werkstätten, in denen sie ihre Ideen umsetzen können?
  • Wo ist der Raum, in dem sie sich nach Herzens Lust bewegen und auch mal laut sein können?

Hier sind wir alle aufgefordert, Orte zu schaffen, wo Kinder willkommen sind, und wo ihre selbständigen Aktivität begrüßt wird und wo wir sie darin unterstützen, Neues auszuprobieren und ihre Fähigkeiten zu vertiefen.

Kinder brauchen Rhythmus

Kinder sind überfordert, wenn wir sie mit der Gestaltung des Tagesablaufs alleine lassen. Uns fällt das ja auch als Erwachsene schwer! Wie oft habe ich mich abends schon gefragt: wo ist der Tag hin? was hab ich heute eigentlich gemacht? ich wollte doch….

Gleichzeitig sind Kinder überfordert, wenn ein Termin auf den nächsten folgt, und sie keinen Einfluss mehr darauf nehmen können, wie sie die nächsten Stunden verbringen.

Bei meinen 3 Kindern habe ich erkannt: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo, und es tut ihm gut, wenn wir bei der Gestaltung des Tages darauf Rücksicht nehmen.

Ich muss zugeben, dass unser Corona-Alltag deutlich später beginnt als der bisherige Schul-Alltag …

Kinder brauchen Schutz

Kinder brauchen Schutz, der mitwächst

  • Schutz vor Unfällen: Babys müssen Gelegenheit haben zu lernen, das Gleichgewicht zu halten und Stürze zu vermeiden.
  • Schutz vor Mobbing und Gewalt: Kleinkinder müssen lernen, ihre Konflikte mit Worten statt mit Fäusten zu lösen.
  • Schutz vor Vereinnahmung: Schulkinder und Jugendliche müssen lernen, auf ihre innere Stimme zu hören und ihren Weg zu gehen, um einen Platz in unserer Gesellschaft zu finden und auszufüllen.

Dabei müssen wir besonders vor Interessen schützen, die am Wohl der Kinder vorbei gehen:

  • Interessen der Wirtschaft, die mit Werbung massiven Einfluss auf die Vorstellungen und Wünsche unserer Kinder nimmt.
  • Interessen von Erwachsenen, die mehr von unseren Kindern wollen als sie zu geben bereit sind.
  • Interessen der Schule, die von unseren Kindern mehr Stillsitzen und Auswendiglernen erwartet, als ihnen für ein gesundes Aufwachsen gut tut.

Hier sind wir als Bürger unseres Landes gefordert, die neue Normalität in diesem Sinne mit zu gestalten.

Kinder brauchen Freunde

Kinder brauchen Freunde, mit denen sie im Alltag spielen und streiten, von denen sie lernen, an die sie sich wenden können.

Sie brauchen die engen Vertrauten genauso wie die Klassenkameraden, mit denen sie sich nie zum spielen verabreden würden.

Homeschooling, wie wir es in den letzten Wochen erlebt haben, macht oft einsam und traurig. Das wollen wir unseren Kinder nicht mehr zumuten!

Das afrikanische Dorf und Mentoren

Kinder brauchen die Gleichaltrigen genau so wie die erwachsenen Freunde.

Sie brauchen Menschen, die Antworten finden auf ihre Entwicklungsfragen und ihnen als Mentoren Wege zeigen, die sie selbst gehen können.

Die vergangenen Wochen haben uns Eltern deutlich gezeigt, dass wir auf uns alleine gestellt oft überfordert sind. Wer von uns hat nicht Situationen erlebt, bei denen wir rückblickend beschämt erkennen: so wollten wir nie mit unserem Kind umgehen!

Wir Familien brauchen das sprichwörtliche afrikanische Dorf, in dem unsere Kinder als wertvolle Mitglieder der Gemeinschaft geschätzt werden.

Hier sind gerade Menschen ohne eigene Erziehungsverantwortung wichtig, die bereit sind, als Mentoren Kinder auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten.

Und darum wünsche ich

Euch Kindern anlässlich des internationalen Kindertags 2020

  • Eltern, Lehrer und Nachbarn, die Eure Bedürfnisse ernst nehmen
  • sichere Freiräume, in denen Ihr nach an Euren eigenen Ideen spielen und wirken könnt
  • und die Möglichkeit, bald Eure Freunde wieder zu treffen, um den nächsten Lebensabschnitt gemeinsam zu gestalten.

In Freiburg, wo diese Rede zuerst gehalten wurde gibt es viele Menschen, die das ermöglichen wollen!

uns allen

Ich wünsche uns allen, dass wir gemeinsam in eine eine neue Normalität finden, in der es selbstverständlich wird, dass Kinder so aufwachsen.