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Dialog auf Augenhöhe

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In diesem Blog finden Eltern und Pädagog*innen Ideen aus dem Familienspielraum, und schlagen Themen vor, zu denen sie Beiträge schreiben bzw. lesen möchten.

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Geschützt: Nordsee

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Selbständiges Spiel

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Post-corona Situation in Familien

Der Lockdown ist überwunden, die Corona VO BW wurde bereits mehrfach gelockert, und im Alltag haben wir uns daran gewöhnt, mit MNS-Maske in die S-Bahn zu steigen und unseren Einkauf zu erledigen.

Ist das die neue Normalität?

Familien spüren die Pandemie auch in Ehningen noch deutlich. Der „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ bedeutet: Beim ersten Schnupfen muss das Kind zuhause bleiben, und auch seine Geschwisterkinder ohne Krankheitssymptome dürfen die gemeinschaftlichen Bildungseinrichtungen nicht besuchen.

Wörtlich steht in der CoronaVO-Kita vom 29.6.2020 „Ausgeschlossen von der Teilnahme (…) Kinder, (…) die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur oder Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen (…)“. Das KVJS u.a. hat hierzu verbindliche Orientierungshinweise gegeben, sowie einen Muster-Hygieneleitfaden: „Um ein Wiederaufflammen der Pandemie zu verhindern und zur Gewährleistung des Gesund-heitsschutzes in den Einrichtungen ist die Einhaltung von Hygienemaßnahmen gemäß den gemeinsamen Schutzhinweisen von KVJS, UKBW und LGA notwendig.“

Das leuchtet ein.

Aber wie viel Covid-19 haben die Kinder wirklich, die mit laufender Nase zuhause sitzen und ihre Spielkameraden vermissen?

Wer schon mal ein Kind in die Krippe oder den Kindergarten gegeben hat, der weiß, dass in den ersten Monaten ein Erkältungsinfekt auf den anderen folgt: die Nase läuft mal mehr, mal weniger, und bisher haben wir es alle für normal gehalten, kleinen Kindern immer wieder ein Taschentuch zu reichen.

Wie viele Kinder können unter diesen Bedingungen neu in die Bildungseinrichtungen für unsere Jüngsten aufgenommen werden?

Wie viel Zeit müssen Eltern weiterhin für die Betreuung ihrer Kinder zuhause einplanen, wie viele Arbeitgeber müssen hier Flexibilität zeigen?

Je mehr Kinder eine Familie hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den nächsten Wochen die Betreuung der Kinder selbst organisieren muss. Alle, die bereits im Lockdown seit März Homeoffice mit Kinderbetreuung unter einen Hut bringen mussten, wissen, wie schwer es ist, dem Kunden und den Kindern gleichzeitig gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund unterstützen die Pädagoginnen vom Familienspielraum das Netzwerk der Eltern, die sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung unterstützen können, sie gemeinsam im Garten spielen lassen, mit ihnen in den Wald gehen, wo sie über Stock und Stein weitab vom Gassi-Weg der übrigen Ehninger vielfältige Erfahrungen machen können und gut gelüftet abends müde in die Betten fallen.

Diese positiven Erlebnisse sind für das Immunsystem mindestens genau so wichtig wie die richtigen Tropfen und passende Kleidung.

Darüber hinaus machen die Pädagoginnen vom Familienspielraum während der Sommerferien Angebote für Familien mit Krippen- und Kindergartenkindern, damit auch sie bei ihren Ferien in Ehningen schöne Erlebnisse sammeln, die ihnen über die einsame Zeit der sozialen Quarantäne hinweg helfen können.

Alle Informationen zum Sommerangebot im Familienspielraum finden Sie hier.

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im 1. Lebensjahr im 2. Lebensjahr nach Pikler Selbständiges Spiel Spielgruppe

Ferienspielraum

Du bist in den Sommerferien mit Deinem Kind zuhause, und möchtest noch etwas gemeinsam erleben?

Kommt in den Spielraum!

Rita Lebkücher erwartet Euch in einer altersgerecht vorbereiteten Spielumgebung, wo Dein Kind nach Herzens Lust die Zusammenhänge der Welt selbständig entdecken kann und Du beobachtend wahrnimmst, was für die anstehenden Entwicklungsschritte Deinem Kind hilfreich sein kann.

Die Pädagogin begleitet die Kinder bei Begegnungen untereinander und steht Dir für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Baby-Spielraum in den Sommerferien

für mindestens 5, maximal 8 Kinder von 4 bis 14 Monaten und Mutter oder Vater

Mini-Kurs mit jeweils max. 6 Terminen zu 12 Euro

  • montags von 11h bis 12h in Holzgerlingen
  • dienstags von 11h bis 12h in Ehningen

Diese beiden Kurse sind vollständig belegt. Du kannst Dich mit Deinem Kind hier für den regulären Spielraum Kurs anmelden.

Kleinkind-Spielraum in den Sommerferien

für mindestens 5, maximal 8 Kindern Kindern von 1 bis 2 Jahren und Mutter oder Vater

Mini-Kurs mit jeweils max. 6 Terminen zu 12 Euro

  • montags von 9h bis 10:30h in Holzgerlingen
  • dienstags von 9h bis 10:30h in Ehningen

Diese beiden Kurse sind vollständig belegt. Du kannst Dich mit Deinem Kind hier für den regulären Spielraum Kurs anmelden.

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DIY Handarbeit im 10. Lebensjahr im 7. Lebensjahr im 8. Lebensjahr im 9. Lebensjahr

Filzen in den Sommerferien 2020

Halbtagesangebot für Kinder von 6 bis 15 Jahren von Stefanie Wald von Waldwolle in Sindelfingen in Kooperation mit der IG Spielraum Ehningen.

Für angemeldete Teilnehmer: Hotline für die letzten Fragen: 647 905 in Ehningen.

Termin und Ort für den Filzkurs

Dienstag, 25.8.2020

Gruppe 1: von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Gruppe 2: von 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort: im Freien in 71139 Ehningen, bei Regen mit Dach über dem Kopf

Was wird gefilzt?

Wir wollen gemeinsam ein Wandersitzkissen filzen mit Wolle, Wasser und Seife. Es wird nicht quadratisch oder dreieckig, es wird rund und bunt.

Was du mitbringen solltest: kleine Tüte, Handtuch, Vesper und Trinken und den Mut, Dein Werkstück in 2 Stunden fertig zu filzen.

Ein paar helfende Hände werden dich unterstützen.

Im Anschluss kannst du auch noch eine Astgabel oder ein Astkreuz beweben, als Ritterschild oder als Dekoration für den Garten.

Kursleiterin Stefanie Wald von WaldWolle in Sindelfingen

Kosten und Anmeldung zum Filzen

Mindestteilnehmerzahl: 5

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Kursgebühr 10 Euro zzgl Materialkosten ca. 5 Euro

Kennenlernen der Kursleiterin

Kennenlernen der Kursleiterin zu Ladenöffnungszeiten: Donnerstag 10 – 15 Uhr, Freitag 12 – 17 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr im Storchenhaus in der Kurzen Gasse 12 individuell möglich.

Anmeldung zum Filzkurs

Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

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Dialog auf Augenhöhe DIY Handarbeit im 1. Lebensjahr im 10. Lebensjahr im 2. Lebensjahr im 3. Lebensjahr im 4. Lebensjahr im 5. Lebensjahr im 6. Lebensjahr im 7. Lebensjahr im 8. Lebensjahr im 9. Lebensjahr nach Hengstenberg nach Pikler Sand Selbständiges Spiel Wasser

Sommerferien 2020 für Familien

Die Ferien in Ehningen und Baden-Württemberg stehen vor der Tür, und coronabedingt verbringen in diesem Jahr mehr Familien diese Zeit zuhause auf Balkonien als ursprünglich geplant.

Gleichzeitig gibt es weniger Programm vor Ort, weil die Veranstalter den verantwortlichen Umgang mit der Pandemie-Situation scheuen.

Hier beim Familienspielraum finden Eltern Angebote auch von nahestehenden Anbietern in Baden-Württemberg mit Ferienprogramm für Familien mit kleinen und großen Kindern.

Alter der Kinderregelmäßige TermineWannWoInformationen
4 – 14 MonateFerienspielraumdienstags71139 Ehningenhttps://familienspielraum.de/ferienspielraum
1 -2 JahreFerienspielraumdienstags71139 Ehningenhttps://familienspielraum.de/ferienspielraum
AlterEinzelne TermineWannWoInfo
1 – 4 JahreSpielraum im Gartenjeweils am
24.8.,25.8.,
26.8.,27.8.,
28.8.2020
71139 Ehningenhttps://familienspielraum.de/garten/
5-10 JahreSpielvormittagjeweils am
24.8.,25.8.
,26.8.,27.8.,
28.8.2020
71139 Ehningenhttps://familienspielraum.de/spielvormittag/
6-15 JahreFilzen25.08.2071139 Ehningenhttps://familienspielraum.de/filzen
Altermehrtägige AngeboteWannWoInfo
6 – 11 JahreHeide-Forscher: Zelten mit Eltern12.8.-14.8.2020Dachtelhttps://familienspielraum.de/freizeiten/
8-12 JahreTheater-Freizeit ohne Übernachtung31.8.-4.9.202071139 Ehningenhttps://familienspielraum.de/freizeiten/
9 – 12 JahreExcalibur: Feriencamp – Die Gemeinschaft der Tafelrunde9.8.-16.8.2020Leiselsheimhttps://familienspielraum.de/freizeiten/
10 – 12 JahreZirkusfreizeit mit Zeltübernachtung3.8.-7.8.2020Oberriedhttps://familienspielraum.de/freizeiten/
12 – 15 JahreChange! Feriencamp for Future1.8.-8.8.2020Leiselsheimhttps://familienspielraum.de/freizeiten/
12-17 JahreBaufreizeit mit Zeltübernachtung10.8.-14.8.2020Oberriedhttps://familienspielraum.de/freizeiten/
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Bücher und mehr Dialog auf Augenhöhe im 1. Lebensjahr im 10. Lebensjahr im 2. Lebensjahr im 3. Lebensjahr im 4. Lebensjahr im 5. Lebensjahr im 6. Lebensjahr im 7. Lebensjahr im 8. Lebensjahr im 9. Lebensjahr lernen lernen Selbständiges Spiel

André Stern: Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben

Beobachtungen von einem, der nie aufgehört hat zu spielen

Wir erwarten von Anfang an von Kindern, dass sie Fortschritte machen und somit den Blick auf das Werden richten. Dabei vergessen wir und sie, den Blick auf das Sein zu behalten

S.6 des Buches

„Du spielst ja nur!“

Ist Spielen ein wichtigeres Bedürfnis als Trinken? Darf man Spielen respektlos stoppen? Wie konnte Spielen so degradiert werden, dass die meisten Menschen sich legitimiert fühlen, es anderen, als wichtiger eingestuften Beschäftigungen zu opfern? (…)

Beobachten Sie die unglaubliche Ernsthaftigkeit des Kindes beim freien Spielen! Seine Ausdauer, seine unendliche Konzentrationsfähigkeit, seine Fähigkeit, über seine eigenen Grenzen hinaus zu wachsen. Das alles hat es aber bei auferlegten Tätigkeiten nicht. (…)

Spielen und Lernen bilden eine untrennbare Einheit (…).

Statt also wahrzunehmen, wie viele neue, unerwartete Dinge das Kind täglich begreift, statt ehrfürchtig dieser unaufhaltsamen, exponentiellen, umwerfenden Entwicklung beizuwohnen, behandeln Erwachsene Kinder als unfähige Wesen, die man fördern und motivieren müsse. Und so übt sich jeder als Lehrer und findet es auch nie zu früh, mit dem Unterricht anzufangen. (…)

Für ein Kind, das selbstbestimmt spielen und lernen darf, ist Leistungsdruck hingegen unverständlich, denn es wächst in der Erfahrung auf, allem Neuen in einem Zustand der Begeisterung zu begegnen.

Wir haben die Synonyme Spielen und Lernen nicht nur getrennt, sondern an entgegengesetzten Enden der Ernsthaftigkeitsskala positioniert.

Seite 9ff des Buches

Am Anfang war das Spiel

Wenn ich von Spiel spreche, meine ich das freie Spiel, das dem eigenen Denken des Kindes entspricht. Andere Spiele sind „ernste“ Spiele, die auch Erwachsenen erlaubt sind. Dazu gehören Schach, Tennis, Fußball oder Klavier. Und dann gibt es noch Spiele zum Zeitvertreib (….) wie Kreuzworträtsel, etc. (…)

Bei Erwachsenenspielen geht es eigentlich immer darum, zu gewinnen. (…) Beim freien kindlichen Spiel geht es nie darum, „zu gewinnen“. Man spielt nicht gegeneinander, sondern miteinander. Oder man spielt mit sich und der Welt.

Eine weitere deutliche Unterscheidung besteht darin, dass Erwachsene durch das Spiel häufig versuchen, Abstand von ihrem Alltag zu nehmen. Das ist genau das Gegenteil dessen, was das Spiel für das Kind ist: Es ist die direkte Art, sich mit dem Alltag, mit sich und der Welt zu verbinden. (…) Es macht aber nicht immer „Spaß“, wie wir von manchen Spielen erwarten, denn es bedeutet für das Kind oft viel Anstrengung (…).

Spielen bedeutet auch, sich etwas anzueignen – es ist unser intellektuelles Verdauungssystem. Sobald ein Kind etwas Neues erfahren hat, spielt es dies sofort, um es sich zu eigen zu machen, um es vom Konzept zum Fassbaren übergehen zu lassen. (…)

Erst wenn wir die Erfahrung gemacht haben, dass das Neue die Gefahr beinhaltet, abgeprüft zu werden, bevor wir es verstanden und verinnerlicht haben, beginnen wir, uns davor zu fürchten. (…)

Der Drang zu spielen ist bei Kindern viel stärker als die anderen Bedürfnisse oder Befindlichkeiten. (…) Der Drang zu spielen ist bei Kindern sogar stärker als Hunger und Durst. (…)

Beobachtet man diese unglaubliche Ausdauer (die kein Erwachsener hätte), diese totale Konzentration und Beteiligung, diese bedingungslose Ernsthaftigkeit – diese pure, unbeachtete, unbeleuchtete Urkraft des Kindes -, wird man einfach unwiderstehlich und unmissverständlich gepackt. Man beginnt, Vertrauen in die Kraft des Kindes zu haben. (…)

Versunken in ihrem Spiel, ohne es zu merken, wachsen Kinder über Grenzen hinaus, die sie niemals überwinden würden, wenn man es ihnen befähle.

Wir kommen nicht mit einem genetisch programmierten Gehirn auf die Welt, unser Gehirn wird auch nicht wie ein Muskel durch Training größer, sondern es entwickelt sich dort, wo wir es mit Begeisterung nutzen. (…)

Seit jeher glauben wir, wir würden mit der Zeit besser, wie guter Wein, der mit den Jahren reift, wir würden nach und nach Fähigkeiten und Kompetenzen zulegen. Jetzt erfahren wir, dass es genau umgekehrt ist, dass wir als Potenzialbomben auf die Welt kommen – Kinder können alles lernen und alles werden, und das ist ihnen bewusst -und dass wir in den ersten Monaten unseres Lebens dieses ganze Potenzial in den Wind säen. Nach Darwinscher Manier entwickeln sich nur die wenigsten unserer Fähigkeiten, und zwar diejenigen, die unsere Weltordnung verlangt, die anderen werden nicht in Anspruch genommen, verkümmern und verschwinden. So werden wir aber nie die, die wir hätten werden können. (…)

Es stellt sich also heraus, dass die Hüter unseres Potenzialmeeres die Kinder sind.

S. 20ff des Buches

Jedes Kind ist genial

Mit der Zeit verzichtet ein Kind dann immer auf die eigenen Impulse und Prozesse und übernimmt die, die man ihm auftischt, weil genau diese bei seinen Eltern oder anderen Bezugspersonen gut ankommen. (…)

Es geht darum, dass jedes Kind in seiner Einzigartigkeit gesehen udn wertgeschätzt wird – dann wird es sich auch entwickeln.

S 44 des Buches

Spielen in der weiten Welt

Kinder sind die sozialsten Wesen, die es gibt. Sie kommen auf die Welt mit idealen Eigenschaften: Sie haben offene Sinne, sie sind unvoreingenommen, sie sind neugierig, sie urteilen nicht – sondern sie nehmen die Dinge, wie sie da sind, und begegnen Neuem mit Interesse.

S. 47

Erwachsene, die miteinander und mit Kindern spielen, sind selten (Beispiel: am Strand). Es geht aber (Beispiel: etwas aus einer Verpackung machen).

Irgendwann gesellt sich zum Spiel die Nützlichkeit. Es ist noch ganz Spiel, und schon ein Übergang zum Begriff „Arbeit“.

S. 60 des Buches

Das ist für Kinder dann sehr befriedigend.

Der richtige Zeitpunkt

Über geplante (Kaiserschnitt-)Geburten:

Das eigentliche Problem ist, dass jungen Eltern eingetrichtert wird, dass weder die Mutter noch der Vater noch die Natur noch das Kind wissen können, „wie es am besten geht“, und dass es sogar gefährlich ist, das Ganze nicht von Anfang an der akademischen Medizin anzuvertrauen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für irgendetwas im Leben? Wer weiß das schon. (…) Das natürliche Spiel ist das Einzige, das immer gerade der aktuellen Entwicklungsstufe des Kindes entspricht. (…)

Nie wurde mir das Gefühl vermittelt, dass etwas nicht meinem Alter entspräche – oder dass ich dieses oder jenes „erst später“ verstehen oder erklärt bekommen würde. Und es wurde mir nie gesagt oder zu spüren gegeben, dass ich dieses oder jenes „jetzt“ nicht mehr tun sollte, dass ich für dies oder jenes nun zu alt sei. Ich musste mich nie mit unaktuellen Dingen auseinandersetzen, nach dem Motto „Was du heute nicht lernst, lernst du morgen nimmermehr“. Ich hatte mich auch nie zu zwingen, Dinge zu lernen, die ich nicht brauchte, mit der Begründung, dass ich „später vielleicht froh“ sein würde, sie gelernt zu haben. (…)

Es gibt also keinen richtigen Zeitpunkt zum Lernen, es gibt nur eine Aktivierung unserer emotionalen Zentren – oder keine. (…)

Ich wurde immer als vollgültiger Mensch in einer vollgültigen Entwicklungsstufe wahrgenommen und respektiert.

S. 64f

Lustig findet er, dass es für viele ein großer Unterschied ist, ob sie etwas mal gelernt haben und heute wieder vergessen (das ist sozial anerkannt), oder ob sie es niemals gelernt haben, obwohl das Ergebnis heute das selbe ist.

Wenn das Kindsein gewürdigt und nicht zerstört wird, bleibt dieser Zustand der unendlichen Neugier, des bedingungslosen Vertrauens, der unbeirrbaren Aufmerksamkeit, der totalen Aufgeschlossenheit erhalten.

Seite 67

Über Pubertät:

Man hilft gerne, schwere Möbelstücke zu tragen, weil man Freude daran hat, jetzt zu denen zu gehören, die schwere Lasten tragen können – man freut sich der neuen Verantwortung.

Seite 72

Die Offenheit des Herzens

Der Unterschied in der Behandlung zwischen Kindern, „Erwachsenen“ und Senioren ist mir schon immer rätselhaft gewesen. (…)

Ich habe in ständigem Kontakt und Austausch mit anderen Menschen gelebt, manche waren jünger, manche älter. Die gegenseitige Bereicherung ergab sich gerade aus diesem vielfältigen und kosmopolitischen Umfeld. Ich durfte meine Freunde wählen, so wie auch sie mich gewählt haben. Das Leben, unsere Wege, Interessen und Fähigkeiten führten uns zusammen – Wahlgemeinschaften also, Gemeinschaften aus Gemeinsamkeiten. (…)

Nicht die Daten des Personalausweises führen die Menschen zusammen, sondern ihre Interessengemeinschaften und die Möglichkeit, durch das Zusammen kommen vieler Kompetenzen größere Ziele zu erreichen. Die anderen sind keine Konkurrenten sondern mögliche Partner für Synergien. Das bedeutet das Ende des Gegeneinanders und die Rückkehr des Miteinanders.

S. 81f

Begeisterung statt Bedienungsanleitung

(…) Ich durfte dort üben, wo ich aus Begeisterung schon gut war, damit ich noch besser würde. Im Lauf meiner Geschichte konnte ich dann erfahren, dass die gelebte Begeisterung eine Nebenwirkung besitzt: Die Kompetenz. Und dass diese Kompetenz auch eine Nebenwirkung hat: Den Erfolg.

S. 86

Beispiel „Kuscheln erst bei guten Noten“:

Das ist das Modell „Liebe gegen Leistung“, weit verbreitet. Vielen Eltern ist es gar nicht bewusst, was sie da machen, weil sie es selbst nur so erfahren haben. Kinder aber fühlen sich in ihrem Ich schlecht, weil sie zwischen sich und der schlechten Note keine Trennung sehen.

Für mich ist es einfach nicht logisch, dass, wenn das Resultat von der Zusammenkunft eines Schulsystems und eines Kindes ungünstig ist, der Fehler immer wieder und nur beim Kind gesucht wird. (…)

S 88

Die Ernsthaftigkeit der Kindheit

Solange die Menschen ihren Blick auf das Spiel, also seine Bewertung nicht verändern, bleibt es für alle etwas nicht wirklich Ernstes. Ich plädiere nicht dafür, das Leben nicht ernst zu nehmen: Es geht darum, dass man das Spiel ernst nimmt!

S. 95

Ein Kind kann mit einem Apfelkern spielend alles daraus machen – die Postkarte zum Muttertag nach Erzieherinnenanleitung ist dagegen peinlich.

Wenn schon gekauft, dann möglichst naturgetreu, und nicht kindlich verzerrt!.

Gebt Kindern nur Bücher, mit denen ihr selbst gerne in der Öffentlichkeit gesehen werdet…

Wie wir mit Kindern sprechen:

Es gibt einerseits jene Art der Ansprache, die aus Befehlen und Drohungen besteht. Das ist pure, von oben nach unten gehende Machtausübung – insbesondere Kindern gegenüber, die allen Menschen stets auf gleicher Augenhöhe begegnen. So würde heute niemand mehr mit seinem Lebenspartner sprechen – nur noch mit den Kindern!

Es gibt auch eine viel weniger auffällige, dennoch nicht weniger schlimme Art der Ansprache: die ironische [damit meint er den „kindgemäßen“ Tonfall, die simple Wortwahl, die Verniedlichung durch Vokaldehnung] (…)

Ich war 23 Jahre alt. Hätte er so mit mir gesprochen, hätte ich gedacht, dass er mich für vollkommen bescheuert hält.

Und von Kindern wird erwartet, dass sie etwas ertragen, das wir nicht annehmen würden? weil es angeblich süß und niedlich ist oder gar als angepasst gilt? (…)

In beiden Fällen ist es eine deutliche Ausgrenzung. Das ist das Schlimmste, was wir empfinden können. (…)

Kinder wollen dazugehören. Sie sehen sich diese Welt voller Verschiedenartigkeiten an und wollen Teil davon sein. (…) Die Gruppe, der sie angehören wollen, sind wir. Aber mit dieser unserer Ironie ihnen gegenüber geben wir ihnen das Signal, dass sie noch nicht zur Gruppe Menschen dazu gehören, mit welcher wir „normal“ reden und handeln.

S. 98ff

In dieser Gesellschaft, die momentan einen täglich schnelleren, höheren, leistungsorientierteren Lebensstil predigt, erleben wir eine Eskalierung der pädagogischen Absichten und eine Vermarktung der Kindheit. Unsere letzte Freiheit bleibt es aber, uns zu verändern, Überzeugungen zu haben und danach zu leben.

Abrüstung und Rückkehr zum Wesentlichen beginnen mit unserer Haltung dem Kind gegenüber. Weniger ist mehr.

Weniger Ironie.

Weniger Material.

Weniger „Angpasstes“ oder „Vorbereitetes“

Weniger Absicht

Mehr Authentizität

Mehr Gemeinsamkeit

Mehr Ehrlichkeit

Mehr Vertrauen

Wer sollte damit anfangen, wenn nicht wir?

S. 100

Kinder haben unglaubliche Detektoren für Hintergedanken. Sie sind loyal, nicht naiv. Wenn sie tun, als ob sie unsere Lügen glaubten, dann nur aus Loyalität.

S. 101

Eroberung der Welten

Die Weltoffenheit des Kindes ist eine unserer hervorragenden angeborenen Veranlagungen. Das Kind geht auf die anderen zu, mit offenen Armen und offenem Herzen, ohne Vorurteile.

S. 106

Jahrzehnte, fast Jahrhunderte der Konditionierung bestimmen heute noch unseren allgemeinen Misstrauensantrag an die Kindheit. Unsere Gesellschaft nimmt Kinder nicht ernst, gleichwohl ob dabei die feinsten Gefühle des Menschen zertreten werden.

S. 115

Wo wir umdenken müssen

Nicht Abnabelung, sondern Bindung ist Autonomiefaktor Nummer eins. (…)

Ge-und Verbote sind kein Training für das spätere Leben!

Peergroups sind nicht die wesentliche Orientierung für das Kind!

Kinder wollen keine geschlossene Gesellschaft von Altersgenossen, sie wollen in die weite Welt hinaus.

Wir kommen nicht unperfekt zur Welt – wir werden es.

Jedes Kind will ein Held sein

S 126f
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Bücher und mehr Dialog auf Augenhöhe Freie Bewegungsentwicklung im 10. Lebensjahr im 6. Lebensjahr im 7. Lebensjahr im 8. Lebensjahr im 9. Lebensjahr Sand Selbständiges Spiel Wasser

Spielvormittag in den Sommerferien

Fort mit der Langeweile! Für Kindern von 6 bis 10 Jahren

Was spielen Kinder gerne, wenn sie Zeit haben und keinen Termindruck?

Welche Spiele fördern die Entwicklung des Kindes altersgerecht?

Womit können sich Kinder sinnvoll beschäftigen, wenn Sozialkontakte wieder einmal nur eingeschränkt möglich sind?

Bei den Spielvormittagen in den Sommerferien 2020 probieren wir gemeinsam Spiele aus, die Kinder allein mit ihren Eltern oder in kleinen Gruppen selbständig spielen können, ohne aufwändige Vorbereitung.

Jeder Tag hat seinen eigenen Schwerpunkt: wir machen Fadenspiele, Hüpfspiele, spielen mit Feuer und Erde, machen Klatschspiele, Murmelspiele und Spielen mit Wasser und Luft. Dabei steht die Freude am Tun im Vordergrund, und Regeln sind dazu da, an die Mitspieler angepasst zu werden.

Die Ideen stammen aus dem Schatz der abendländischen Kultur, gesammelt von Christel Dhom und Walter Kraul in diesen Bändchen, veröffentlicht im Verlag Freies Geistesleben.

Fadenspiele:
Am Montag, 24.8.2020,
von 10 Uhr bis 12 Uhr
in einem Garten in Ehningen
Spiele mit Feuer und Erde
Am Mittwoch, 26.8.2020
von 10 Uhr bis 12 Uhr
in einem Garten in Ehningen
Hüpfspiele:
Am Dienstag, 25.8.2020,
von 10 Uhr bis 12 Uhr
in einem Hof in Ehningen
Klatsch-Spiele
Am Donnerstag, 26.8.2020
von 10 Uhr bis 12 Uhr
in einem Garten in Ehningen
Spielen mit Wasser und Luft
Am Samstag, 12.9.202 und
am Sonntag, 13.9.2020
von 10 Uhr bis 12 Uhr
an einem Gewässer in Ehningen
Murmelspiele:
Am Freitag, 27.8.2020
von 10 Uhr bis 12 Uhr
in einem Garten in Ehningen

Die Termine sind einzeln buchbar, die Teilnahme kostet 5 Euro pro Nase.

Es gelten die Hygieneregeln vom Familienspielraum.

Sofern vorhanden, bitte mitbringen:

  • Strassenmalkreide
  • Fadenspiel
  • Hüpfseil
  • Gummitwist
  • und PVC- Rohre für eine Murmelbahn im Sandkasten

Sinnvoll: Kleidung zum wechseln, falls wir mit Wasser spielen.

Witterungsbedingte Absage durch den Veranstalter ist bis 1 Stunde vor Veranstaltung per eMail möglich.

Schön ist es, wenn Ihr Kind barfuss spielen und selbständig nach Hause gehen darf.

Hier können Sie Ihr Kind für einen oder mehrere Spielvormittage anmelden:

Bitte gib deine E-Mail ein, sodass wir in Kontakt bleiben können.
Bitte gib die Nummer an, unter der Du ggf. kurzfristig erreichbar bist
Bitte wähle Deine Wunsch-Themen und Tage
Der genaue Veranstaltungsort wird spätestens am jeweiligen Tag bis 9 Uhr per E-Mail bekannt gegeben.
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Spielraum im Garten

Spielen nach Herzens Lust ist die zentrale Aufgabe kleiner Kinder.

Eltern schaffen allein durch ihre aufmerksame Anwesenheit den sicheren Raum, in dem sich ihr Kind Neuem zuwenden, Vertrautes variieren und Herausforderndes meistern kann.

Im Spielraum im Garten laden neben den vorhandenen Spielgeräten weitere Stationen zum experimentieren ein, und Sie dürfen gespannt sein, was Ihr Kind hierbei für sich entdeckt.

Pädagoginnen der IG Spielraum begleiten Kinder da, wo es schwierig wird und stehen für Fragen rund um das Spiel und die Entwicklung des kleinen Kindes zur Verfügung.

Wer Wann Wo ist Spielraum im Garten?

An 7 einzelnen Tagen treffen sich zwischen 16 Uhr und 17:30 Uhr Eltern mit Kindern von ca. 2 bis 4 Jahren in einem Garten in 71139 Ehningen.

Die Tage sind einzeln buchbar, die Teilnahme kostet 5 Euro pro Nase.

Es gelten die Hygieneregeln vom Familienspielraum.

Bitte mitbringen:

  • Kleidung zum wechseln, falls wir mit Wasser spielen
  • Frisches Wasser zum Hände waschen
  • Etwas zu trinken und zu knabbern für den kleinen Hunger zwischendurch
  • Sitzunterlage / Gartenstuhl für sich als zuverlässigen Platz, wo Ihr Kind Sie wieder findet.

Schön ist es, wenn Ihr Kind barfuss spielen darf.

Bitte kommen Sie nach Möglichkeit zu Fuß.

Witterungsbedingte Absage durch den Veranstalter ist bis 1 Stunde vor Veranstaltung per eMail möglich.

Der Anmeldezeitraum ist beendet.

Es ist keine weiteren Anmeldung zu dieser Veranstaltung möglich. Bei Interesse an einer Wiederholungsveranstaltung setzen Sie sich gerne direkt mit der Kursleiterin vom Spielraum in Ehningen in Verbindung.

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Babypflege Dialog auf Augenhöhe im 1. Lebensjahr im 2. Lebensjahr im 3. Lebensjahr im 4. Lebensjahr

Trinkglas

Wie lernen Kinder das Trinken aus einem Glas, und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Es gibt Kinder, die ganz ohne Trinkflasche, Trinklernbecher und Trinkhalmsyteme aufwachsen. Sie trinken an der Brust der Mutter, und lernen als nächstes das Pikler-Trinkglas kennen:

Daraus kann der erste Brei fließen, er kann daraus gelöffelt werden, und schon bald wird das Kind lernen, daraus Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken.

Dank der Form des Randes kommt ein sehr feiner Strahl beim Mund des Kindes an, der uns Erwachsenen ermöglicht, ihm immer nur einen Schluck zu geben und dann abzuwarten, bis das Kind diese Menge geschluckt hat.

Bald zeigen die Kinder Interesse daran, das Glas selbst anzufassen und zum Mund zu führen. So entwickeln sie ein Gefühl dafür, wie die Neigung des Glases mit der Menge zusammenhängt, die in ihren Mund gelangt.

Die Mutter von der 13-Monate alten Lisa erzählte mir, dass Lisa jetzt immer aus „ihrem“ Glas zu trinken verlangt, und dass sie das schon ganz geschickt macht.

Die Gläser sind aus gehärtetem Glas, liegen gut in der Kinderhand, können dank der Riffelung gut fest gehalten werden, und sind am Rand so schön geneigt, dass ein feiner Wasserstrahl in den Mund des Kindes läuft.

Sie überleben einen Sturz auf Holz- und Linoleum Böden und können selbstverständlich in der Spülmaschine gereinigt werden.

Handelsbezeichnung:

Duralex Picardie 13cl Glas, zu erwerben z.B. bei Gastro24, bei Gastro Hero und in bekannten Internet-Handelsportalen (unbezahlte Werbung).

Im Lädle vom Familienspielraum werden die Gläser in kleinen Mengen vor und nach der Spielgruppe verkauft, Versand aus unserem Lädle ab 50 Euro Warenwert.